Google, was bringt die Zukunft?

eye-1686932_960_720Auf der gestern gestarteten Entwicklerkonferenz “I/O” verkündet Google die “KI-Revolution”. Manche Leser dürften sich bei solchen Begriffen fragend am Kopf kratzen und auch für mich sind die neuesten, technischen Errungenschaften des Internetriesen gedanklich noch sehr weit weg. Doch was für den Ottonormalverbraucher wie Science Fiction klingt, könnte schon bald Bestandteil unseres täglichen Lebens werden. Allen voran: Der Durchbruch der künstlichen Intelligenz, kurz: KI.

Früher, also noch vor ein paar Jahrzehnten, war es üblich, dass Unternehmen Produkte entwickelten, die ein bestehendes Bedürfnis befriedigen. Die Gerüche des Kohle-Barbecues belästigen die Nachbarn? Abhilfe schaffen Gas- oder Elektrogrills. Bei der Bohrmaschine stört das lange Kabel? Die Lösung: Akkugeräte. Wenn ich mir dagegen Googles neueste Errungenschaften so ansehe frage ich mich, ob das Gros der Menschheit tatsächlich danach strebt, mit seinem Handmixer zu plaudern, die Welt durch eine 3D-Brille zu sehen und in einem komplett technologisierten Universum zu leben? Noch nicht, aber bald. Denn die Alphabet-Tochter ist so einflussreich und omnipräsent, dass wir es nicht einmal merken werden, wenn sich die heute vorgestellten Innovationen in unser Leben schleichen.

Künstliche Intelligenz wird omnipräsent

Die Google I/O Konferenz rankt sich um ein zentrales Thema: Selbstlernende Software, die in vielen technischen Neuerungen des Konzerns zum Einsatz kommt und uns das Leben erleichtern soll. Beispielsweise “Google Home”: Ähnlich zu Amazons Überraschungserfolg “Echo” sollen Lautsprecher im Haus den Kommunikationspartner ersetzen. Google Home ist ein befehlempfangender Butler, der im Auftrag seines Besitzers beispielsweise Anrufe tätigt, Termine verwaltet, Musik spielt oder Verkehrshinweise für den geplanten Ausflug gibt. Das alles steckt in einem handlichen, dezent designten Lautsprecher, der vorerst vermutlich aus Datenschutzgründen nur in den USA erhältlich ist. Privatsphäre ist natürlich ein wichtiges Thema, denn der kleine Lautsprecher sendet nicht nur, sondern empfängt auch viele Informationen aus unserem persönlichen Umfeld, die eigentlich niemanden etwas angehen. Schon gar nicht Google.

Unterwegs begleitet uns dann “Google Assistant” auf dem Smartphone. Auch diese freundliche Stimme füttert uns auf Abruf mit Informationen und funktioniert jetzt auch auf dem iPhone. Ein Frontalangriff der Suchmaschine auf Apple, dessen Spracherkennung “Siri” momentan noch den Ton angibt.

Neben “Home” und “Assistant” arbeitet der Internetgigant auch an “Google Lens”, einer intelligenten Bildanalysesoftware, die aus Handykameras virtuelle Suchmaschinen macht. Fotografiert ein Nutzer beispielsweise eine Blume so zeigt “Lens” deren Namen und den nächstgelegenen Blumenladen an.

Das Google-Universum

All die technischen Neuerungen lassen uns schon fast Googles Kerngeschäft vergessen: die gute alte Suchmaschine. Zu Unrecht, denn die Textsuche gepaart mit Anzeigen ist noch immer die goldene Gans des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Vor allem mobile Werbeanzeigen sorgten im vergangenen Quartal für Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent und 5,43 Milliarden Dollar Gewinn. Doch auch Cloud-Angebote (die Auslagerung von Speicher- und Softwarediensten auf Googles Server) und Programme für autonomes Fahren beflügelten Alphabets Bilanzergebnisse. Die Champions Aktie spiegelt diese Entwicklung wider: Allein in den vergangenen zwölf Monaten gewann das Alphabet-Papier 34,7 Prozent an Wert.

Ich verabschiede mich heute mit einem Zitat des ehemaligen Google-Chefs Eric Schmidt aus dem Jahr 2010. Schon damals meinte der Visionär: „Ich glaube, dass die meisten Menschen eigentlich nicht wollen, dass Google ihnen ihre Fragen beantwortet. Sie wollen, dass Google ihnen sagt, was sie als Nächstes tun sollen.“ Die Zukunft spricht Google…

Ihre Miss boerse.de

 

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