Anlagehorizont: Wer früher vorsorgt, hat später mehr zu Lachen

money-1604921_960_720.jpgDiese verkürzte Börsenwoche haben wir einem Gedenktag zu verdanken: Dem Tag der Arbeit. Ein Feiertag, an dem sich schon seit über hundert Jahren Arbeiter versammeln, um für ihre Rechte zu demonstrieren. Wie so oft war das zentrale Thema auch diesmal wieder die Rentenpolitik und deren Auswirkungen auf das Pensionistenleben. Obwohl Deutschland ein sehr reiches Land ist, nimmt die Zahl derer, die ihren Lebensstandard im Alter trotz jahrzehntelanger Arbeit nicht halten können, zu. Altersarmut ist ein Thema, das uns alle angeht, denn die “sichere” Rente reicht bei den Wenigsten aus, um als Ruheständler ein Leben in Würde zu führen.

Dieser Tatbestand ist leider den wenigsten Deutschen bewusst. Wie hoch ist meine staatliche Rente? Welchen Betrag erhalte ich (eventuell) aus meiner betrieblichen Altersvorsorge? Ein resigniertes Achselzucken als Reaktion auf diese und ähnliche Fragen ist leider keine Seltenheit. Einerseits verständlich, da sich kaum jemand gerne mit seinem Lebensabend beschäftigt. Andererseits ist diese Unwissenheit finanziell gesehen fatal, da sie den Anlagehorizont und damit die Renditechancen jedes Einzelnen verkürzt.

Politik, Versicherer, Riester…sie bemühen sich redlich

Mit mäßigem Erfolg. Zwar gibt es einen bunten Strauß privater, staatlich geförderter und / oder arbeitgeberfinanzierter Vorsorgemöglichkeiten um die Versorgungslücke im Rentenalter zu schließen, doch viele der bestehenden Angebote werden nicht beansprucht oder sind schlichtweg unrentabel. Der Mix aus mangelnder Aufklärung, hohen Gebühren und Provisionen mancher Alterssicherungs-Produkte bei zu geringer Rendite führt dazu, dass die Zahl der Deutschen, die privat fürs Alter vorsorgt, erschreckend gering ist. Auch aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase schließen 57 Prozent der Erwerbstätigen und 65 Prozent der Rentner keine Anlagen zur Altersvorsorge mehr ab, wie eine aktuelle Studie der AXA-Versicherung verdeutlicht

Es rechnet sich einfach nicht mehr, Geld gegen Zinsen bei einem Versicherer unterzubringen, der obendrein noch Gebühren und Provision verlangt. Vielleicht ist dieser Umstand mit ein Grund dafür, weshalb die gesetzliche Rentenversicherung trotz ihres Armutszeugnisses noch immer einen hohen Stellenwert genießt: Für 48 Prozent der befragten Erwerbstätigen ist und bleibt sie das Mittel der Wahl. Lediglich 33 Prozent nutzen eine private Lebens- oder Rentenversicherung.

Minister entdecken die Aktien

Zwar wünscht sich die Mehrheit der AXA-Befragten eine höhere Rente, ist aber anscheinend nicht gewillt oder in der Lage, um die private, finanzielle Vorsorge selbst in die Hand zu nehmen. Zum Beispiel lehnen ganze 64 Prozent Aktien(fonds) als Anlageform komplett ab, nutzen diese nicht und wollen daran auch nichts ändern. Sturheit, die sich nicht bezahlt macht.

Das haben mittlerweile sogar schon einige Finanzminister erkannt und legten vergangene Woche ein Konzept zur “Deutschland-Rente” vor, die Aktien als Vorsorgeform deutlich mehr Gewicht gibt. Weg von Beitragsgarantien, hin zu einer arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge, die statt Garantieleistungen attraktivere Aktienrenditen verspricht. Und die sprudelten in den vergangenen 30 Jahren reichlich, wie auch die Minister betonten: Wer 30 Jahre lang in einen Aktiensparplan investierte, bekam in der Vergangenheit im schlechtesten Fall eine Rendite von 6 Prozent und wurde bestenfalls mit 13,6 Prozent belohnt. Ein Resultat, das vielen Rentnern von heute finanzielle Sorgen erspart hätte.

Es ist nie zu spät

Vielleicht haben Sie schon das Rentenalter erreicht und denken sich: “Ach, hätte ich nur!” Oder Sie sind noch jung, erwerbstätig und verfügen über begrenzte, finanziellen Barmittel. In beiden Fällen gilt: Es ist nie zu spät, um in Aktien zu investieren und sogar mit einer kleinen, regelmäßigen Anlagesumme (z.B. in Form eines Indexsparplans) lässt sich ein komfortables, finanzielles Ruhepolster erwirtschaften. Bedenken Sie immer: Auf dem Sparbuch oder hinterm Wandschrank unterliegt ihr Geld einem beständigen Wertverfall. Aktienmärkte kennen dagegen langfristig nur einen Weg: nach oben. Bei einer realistischen, gemittelten Jahresrendite von 9 Prozent würde sich ihr Kapital alle acht Jahre verdoppeln. Je früher Sie also an der Börse einsteigen, desto eher vermehrt sich ihr Erspartes.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

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