Louis Vuitton kennt keine Krise

Moin Moin aus Sylt, ihr BUXies! Ich befinde mich temporär im Mekka der Porsche Cayennes, Facelifts, Aperol Spritz für 8 Euro pro Gläschen und: Louis Vuitton Ladies. Passenderweise präsentiert der französische Luxushersteller heute nach Torschluss der Pariser Börse Zahlen zum ersten Quartal und wir wollen wissen, ob das Moët & Chandon Glas halb leer oder halb voll ist.

Kampen (Sylt), 2009

Vom Promi-Sandkasten-Image der 70er und 80er Jahre, in denen sich barbrüstige Blondinen in den Strandkörben räkelten, ist wenig geblieben. Statt rocken im Pony Club ist Senioren-Tanztee angesagt: Louis Vuitton beschließt, den reichen Erben und Industriellen, die sich die Insel noch leisten wollen, eine Tasche zu widmen: “Neverfull Kampen” heißt sie und wird nur in der Boutique des kleinen Edelortes verkauft.

2009.. Grübel.. Da war doch noch was? Ach ja, die Finanzkrise! Auch LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitto) leidet, kommt aber im Gegensatz zu Konkurrenten wie Cartier oder Montblanc mit kleinen Kratzern davon. Luxus für eine Minderheit geht eben immer, auch wenn die Mehrheit gerade ihren Job verliert.

Kampen (Sylt), 2015

Oha, die einzige Louis Vuitton Boutique der Insel schließt! Und die Gerüchteküche brodelt: Zieht es die Reichen und Schönen doch eher nach St. Tropez, St. Barth oder St. Pauli? Sylt wird mal wieder totgesagt, das ist nämlich “in” und hat ne lange Tradition. Der Konzern selbst hat sich von seiner Fake-Krise blenden erholt: LVMH übertrumpfte mit 35,7 Milliarden Euro Umsatz sein Vorjahresergebnis um 16 Prozent. Ein Rekordjahr.

China, Hong Kong, 2017

Während Sabine Christiansen und Katja Kessler auf Sylt stoisch Schalentiere knacken und lieber Liebeskind als “LouiVui” tragen (Understatement!), fliegen wir ein paar Stunden nach Osten. Genauer gesagt: Nach China und Hong Kong. Dort finden wir sie, die wohlhabenden Asiaten, die Whisky und Nachmach-Brands gegen echten Stoff eingetauscht haben: Champagner und Designer Goodies. Denn auch wenn wir hierzulande bereits die nächste Krise wittern (Trump, Terror, Inflation…) boomt im Land des Lächelns die Wirtschaft.

Erst kürzlich erklärte LVMH-Boss Bernard Arnault, dass in den ersten drei Monaten 2017 in China die Korken knallten. Insider schätzen, dass der Luxushersteller rund 11 Prozent mehr Leder und Blubberwasser verkaufte als im Jahr zuvor und die Aktie noch einige Überraschungen parat haben könnte. Im vergangenen Jahr hat sich der Preis für ein Stück vom Glück bereits von 145 Euro auf 200 Euro verteuert- unterm Strich ein Gewinn von rund 43 Prozent.

Na dann Prösterchen! Ich setze mich jetzt ganz Sylt-Style mit ner Flasche DutyFree-Moët in den Strandkorb und lass mir bei Windstärke 6 den Schaum um die Nase wehen. Happy Trading!

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