Die Aktie des Tages: Adidas

Adidas gewann bereits 2016 mit einem Plus von 67 Prozent die Dax-Goldmedaille. Entsprechend hohe Erwartungen haben Anleger an die Jahreszahlen, die der Sportartikelhersteller morgen präsentieren wird. Können die drei Streifen punkten und ihre Erfolgsserie fortsetzen? Das Gros der Analysten ist optimistisch: Sie erwarten einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis dürfte um knapp 37 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigen, und auch der Gewinn sollte sich nach 720 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 995 Millionen Euro verbessern.

Zahlen sind ja ganz nett, aber Investoren sind eben auch nur Menschen und wollen Stories, die der Aktie “Phantasie” verleihen. Zu den “Hot Topics”, die Anleger morgen und beim Investorentag am 14.3.2017 besonders interessieren dürften, zählen:

Wie fit ist Adidas-Chef Kasper Rorsted?
Zumindest sein Äußeres verrät: Der Ex-Henkel-Chef, der seit Oktober 2016 die Geschäfte in Herzogenaurach leitet, ist sportlich unterwegs. Statt Schlips und Anzug trägt Rorsted lieber T-Shirt, Jeans und natürlich Sneakers. Aber auch seine Gangart ist die eines Sportlers: Der ehemalige Handballer griff gleich nach seinem Einstand als neuer Adidas-CEO richtig durch, schloss die Zentrale der hinkenden US-Tochter Reebok und will auch den Rest des Geschäfts auf Erfolg trimmen. Marge, Marge, Marge heißt sein Motto. Da haben “Looser” wie die Golf-Sparte und die “Rehbock”-Marke schlechte Karten.

Reebok
Was? Reebok gehört zu Adidas? Was viele nicht wissen: Adidas kaufte den amerikanischen Sportartikelhersteller vor rund zehn Jahren für drei Milliarden Euro. Ein teurer Klotz am Bein, der mit spärlichen Gewinnen und einem bescheidenen Image nicht an die Erfolgsstory des Mutterkonzerns anknüpfen kann. Kasper Rorsted will die Marke (zumindest vorläufig) noch behalten, gesundschrumpfen und auf Fitnesskurs trimmen. Ob Reebok irgendwann mal trendy wird, wage ich zu bezweifeln, aber auch hier gilt vielleicht: Totgeglaubte leben länger. Vor Jahren glaubte kaum jemand an ein Comeback von Puma oder der Handballermarke Hummel, die mittlerweile in den Schuhregalen “hipper” Turnschuhträger neben Nike und New Balance Platz genommen haben…

Ewige Konkurrenten
Konkurrenz: Gutes Stichwort. Nike ist der unangefochtene Platzhirsch und macht weltweit fast doppelt soviel Umsatz wie Adidas, doch der Aktie, die mit momentan rund 53 Euro weniger kostet als vor zwölf Monaten, fehlte 2016 der “Swoosh”. Sie verlor rund 15 Prozent an Wert und entwickelte sich damit gegensätzlich zum Gesamtmarkt. Zwar konnte die Nike-Aktie nach ihrem Formtief 2016 in den vergangenen sechs Monaten wieder Boden gut machen, doch viele Analysten sind zuversichtlich, dass Adidas im laufenden Jahr den Abstand zum Erzfeind verringern könnte. Vor allem im Wachstumsmarkt Lifestyle-Turnschuhe, also Sportschuhe, die auch Büro- oder Dinner- tauglich sind, gewinnt Adidas Dank Celebrities wie Rapper Kanye West immer mehr Fans. Dessen Designer-Sneakers in limitierter Stückzahl sorgten für einen enormen Hype und klingelnde Kassen in Herzogenaurach.

Ob Adidas dieses Jahr noch nachlegen kann? Keine Frage, nach dem Run im vergangenen Jahr ist das Adidas-Papier zum Stückpreis von rund 160 Euro teurer als ein Paar Nike Air Max. Rorsted muss also morgen liefern und sowohl das eigene Tempo, als auch die Stimmung der Investoren hochhalten.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Aktie-des-Tages-Adidas-von-Miss-boersede/7747290

 

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