Unsere Börsenwoche: Erste allgemeine Verunsicherung

17562844299_0d84693952_bVielleicht sollten wir einfach kollektiv “Die Simpsons” gucken, statt den Aktienanalysten und Wirtschaftsnachrichten Glauben zu schenken? Im Internet grassieren mittlerweile ganze Hitlisten von Ereignissen, die das “Simpsons Orakel” prophezeit hat und die auch tatsächlich eingetreten sind. So zum Beispiel die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, die Erfindung der Smartwatch und: Der Auftritt von Lady Gaga beim Super-Bowl.

Die 14-minütige Performance der Sängerin während der Halbzeitpause war auch wegen ihres Outfits bemerkenswert, aber  in Deutschland undenkbar. Oder können Sie sich vorstellen, dass Sarah Connor in der Trinkpause eines DFB-Pokalspiels singend von der Decke der Allianz Arena schwebt und sich dann auch noch zu politischen Statements über Kanzlerin Merkel hinreißen lässt? Wohl eher nicht.

Amerikaner haben uns eines voraus: Enthusiasmus. Nicht nur beim Sport, sondern auch in Politik und Wirtschaft. Während die Börse in New York seit Trumps Präsidentschaftswahl “the only way is up” trällert, verharrt unser heimischer Leitindex DAX in einer Art Schockstarre und verabschiedete sich mit rund 11.666 Punkten ins Wochenende am Freitag zuvor waren es 11.651 Punkte. Der Dow-Jones-Index markierte dagegen vergangene Woche mit 20.269 Punkten wiederum ein neues Jahreshoch. “Schuld” am Run auf amerikanische Aktien ist ein alter Bekannter: Donald Trump.

Der Twitter-Präsident zwitschert seine Regierungspläne in 140 Zeichen und sorgt damit immer wieder für Euphorie auf dem Börsenparkett. So geschehen vergangenen Donnerstag, als “Mr. T” seine “phänomenalen” Steuerpläne ankündigte. Nichts genaues weiß man nicht, aber diese vage Botschaft genügte, um das Kopfkino der Börsianer zum Laufen zu bringen. Demnach könnten Steuersenkungen die US-Konjunktur ankurbeln, Unternehmen entlasten und neue Stellen schaffen. “Ein riesen Ding” für Amerika, dessen Konsequenzen für Europa momentan nur schwer abzusehen sind.


Die Unsicherheit hierzulande im Gegensatz zur Euphorie in den USA spiegelt sich auch in den Börsenkursen wider. Wir treten auf der Stelle, die Amis geben so richtig Gas. Gelingt es Trump diese Woche seine Pläne zu konkretisieren, so könnte das den Trump-Effekt an der Wall Street sogar noch verstärken. Könnte, könnte, könnte. Zu viel Konjunktiv für meinen Geschmack. In Zeiten politischer Unsicherheit besinnen wir uns lieber auf die Fakten dieser Börsenwoche, zum Beispiel der laufenden Berichtsaison.

Unter den Kandidaten, die in den kommenden Tagen ihre Zahlenwerke präsentieren, finden sich auch einige Champions-Aktien und sogar zwei Mitglieder des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI): Reckitt Benckiser (Montag) und Nestle (Donnerstag). Beide Unternehmen könnten mit der Veröffentlichung ihrer Jahreszahlen zumindest kurzfristig für Bewegung im Index sorgen. “Bewegung” ist jedoch nicht gleichzusetzen mit “Turbulenzen”. Während beispielsweise der Dow-Jones-Index im Gleichklang mit Donald Trumps Gezwitscher marschiert, ist der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) kein Freund der lauten Töne.

Der Index, mit dem auch Sie an der Wertentwicklung zehn besonders risikoarmer Top-Defensiv-Champions teilhaben können, eignet sich hervorragend für den langfristigen, stressfreien Vermögensaufbau. Der BCDI verhält sich vor allem in Korrekturphasen an der Börse viel stabiler als beispielsweise der Dow-Jones-Index, erleidet kürzere Verlustphasen und ist dem amerikanischen Leitindex auch hinsichtlich seiner Performance überlegen: Innerhalb der vergangenen drei Jahren verbuchte der BCDI ein Plus von 57,48 Prozent, der Dow-Jones-Index brachte es dagegen auf “nur” 27,72 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche!
Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlagen/Miss-boersede

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