Jetzt kommt’s dicke: Fiat Chrysler hat Stress mit den Airbags

built_in_airbagsFehler. In. Allen. Teilen. Ich hatte mal einen, einen Punto, Version: Glitzerblaues Cabrio. Kurz nach dem Führerschein war dieser Fiat mein größter Stolz und gleichzeitig mein größter Fehlkauf. Die Karre vernichtete aufgrund fast monatlicher Werkstattbesuche mein komplettes Spargeld und nach einem Jahr Stop- and- Go- Beziehung folgte schweren Herzens die Trennung.

Ich dachte, Fiat hätte in den letzten Jahren ein paar Dinge über “Qualität” dazugelernt, aber dem scheint nicht so zu sein. Der ameritalo Autohersteller Fiat Chrysler muss weltweit 1,9 Millionen Autos wegen defekter Airbags von der Straße holen. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Schönheitsfehler, sondern um technischen Pfusch, der schon drei Menschenleben gekostet hat. Die Airbags blasen sich im Falle eines Unfalls nicht auf und auch die Sicherheitsgurte scheinen im Ernstfall zu versagen. Modell Schleudersitz, könnte man das nennen.

Ihr seid stolzer Besitzer eines Pandas, oder Puntos? Dann dürft ihr euch auf einem sicheren Luftkissen ausruhen. Betroffen sind nämlich nur US-Modelle der Fiat-Marken Dodge, Jeep und Chrysler und der europäische Lancia Flavia. Wasn dat? Kurz Google fragen..aha, die missglückte Neuauflage einer schicken 60er-Jahre Limousine. Wurde wohl deshalb auch nur von 2012-2014 gebaut.

Gut, die Chancen, dass euer vierrädriger Freund von der Fiat-Krise betroffen ist, sind also eher gering. Den Konzern wird die Rückrufaktion allerdings ne Stange Geld kosten. Damit meine ich nicht nur die Werkstattkosten, sondern auch die wegfallenden Autokäufer in spe, die sich an die Automarken-Kurzform “Fehler in allen Teilen” erinnern und dann lieber doch zum Corsa greifen. Oder zum Golf. Der war wenigstens dank Dieselgate schon in der Werkstatt.

Stress dieser Art kann Fiat Chrysler momentan eigentlich gar nicht brauchen. Der Konzern wird verdächtigt, genauso wie VW ein bisschen an den Abgaswerten geschraubt zu haben, bekommt in China, dem wichtigsten Auto-Markt der Welt, irgendwie keinen Reifen auf die Straße und zählt mit Minus 30 Prozent innerhalb der letzten 12 Monate zu den Ramsch-Aktien der Branche.

Aber wollen wir mal nicht ganz so hart sein mit unseren italienischen Amigos. Trouble mit den Luftkissen ist nämlich nichts Neues. GM, Toyota, Honda, Nissan, BMW- sie alle hatten in den letzten Monaten mit explodierenden, rissigen, oder nicht auslösenden Airbags zu kämpfen. Den Fiat-Besitzern, die zusätzlich noch ein Samsung Galaxy Note 7 mit eingebautem TNT am Ohr haben, wünschen wir: Gute Reise und Happy Trading!

 

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