Heute gehts rund in Wien

falcoEs ist 07.30 Uhr am Morgen. Die wenigsten von uns BUXern sind schon zurechnungsfähig geschweige denn aufnahmebereit. Also fasse ich mich kurz und füttere euch mit den wichtigsten Infos in einem Absatz. An Unternehmensmeldungen herrscht heute ziemliche Flaute. Keine Quartalszahlen und bis auf Salesforce am Nachmittag nicht einmal eine Hauptversammlung. Dafür hagelt es nur so Meetings der Großen und Mächtigen dieser Welt.

Die Opec-Scheiche treffen sich ab 10 Uhr in Wien, um über die ölige Zukunft der Weltwirtschaft zu beraten. Momentan fließt der Schmierstoff fast unbegrenzt aus den Pipelines der USA, Saudi-Arabien und anderer Ölproduzenten. Viele Insider befürchten, dass das Angebot auch weiterhin die Nachfrage übersteigen könnte – vor allem wegen der chinesischen Konjunkturflaute. Wenn weniger Made in China produziert wird, drehen die Fabriken im Land des Lächelns nur auf halben Touren und der Ölverbrauch sinkt. Eigentlich wäre es nur logisch, dass die Förderländer dementsprechend weniger pumpen. Ein Bäcker fabriziert ja auch nicht 10000 Nussschnecken pro Tag wenn seine Kundschaft nur 100 kauft. Aber die Opec’s ticken anders. Hier zählt einzig und allein der Weltbeherrschungs-Faktor. Keiner will als Verlierer der Ölschwemme dastehen und deshalb wird man heute bei Sachertorte und Almdudler vermutlich trotz Gemütlichkeit keine Entscheidung treffen. Ist momentan auch nicht wirklich nötig, denn dank Waldbränden in Kanada und politischer Unruhen in Afrika stieg der Preis pro Barrel trotz Ölflut zeitweise auf über 50 Dollar.

Nachmittags steht dann – ebenfalls in der beschaulichen Hauptstadt unserer Alpen-Nachbarn- noch ein no-brainer auf der Finanzagenda. Das Treffen der EZB (Europäische Zentralbank), von dem Beobachter ebenfalls keine spannenden Beschlüsse erwarten. Die EZB hat vor nicht allzu langer Zeit die Zinsen bei 0 Prozent eingefroren und zahlreiche Tricks aus dem Hut gezaubert, um uns und europäische Unternehmen dazu zu bringen, ihr Geld nicht auf Sparbüchern vergammeln zu lassen, sondern zu investieren. Das ganze Programm soll unsere Wirtschaft ankurbeln und eine höhere Inflation bewirken. Die EZB liegt mit ihren Plänen angeblich ganz gut auf Kurs und so ist es eher unwahrscheinlich, dass das heutige Meeting Überraschungen zu bieten hat.

So könnte es sein, dass auch unser DAX und der Ölpreis heute eine längere Siesta einlegen, bis sich alle hohen Herren in Wien zu aufschlussreichen Pressekonferenzen begeben. Da machen wir natürlich nicht mit. Traden ist angesagt! Wie sagte meine Oma schon so schön? Der frühe Vogel fängt den Wurm.

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