Henkel: Knapp daneben ist auch vorbei?

Dog-Is-Too-Excited-To-Watch-Out-For-Trees-While-Playing-With-a-FrisbeePersil, Pril, Schauma, Pritt, WC Ente – die meisten von uns BUXianern haben das ein oder andere Kult-Produkt von Henkel in der Besenkammer stehen. Der Mischkonzern, dessen Leidenschaft dem Kleben, Waschen und Pflegen gilt, lässt uns morgen vor Börsenstart einen Blick auf seine Zahlen werfen. Grund genug, um euch im Schongang auf das Top-Event des DAX-Konzerns vorzubereiten, auf das ihr schon heute spekulieren solltet, denn morgen Früh ist die Wäsche schon gewaschen und könntet ihr eure Chance auf saubere Kursgewinne verpasst haben!

Auch ohne Input der weisen Analysten könnte ich mir vorstellen, dass der Konzern mit seinem umfangreichen Produktsortiment aus den Bereichen Kosmetik, Reinigungsmittel und Klebstoffen eine eher unspektakuläre Entwicklung durchlebt. Geputzt, gecremt und geklebt wird schließlich immer und auf der ganzen Welt und die meisten der Henkel-Kunden werden geliebte Klassiker wie Persil oder Schauma nicht ohne weiteres gegen ein No-Name Billigprodukt eintauschen. Außer, auf dem Konto herrscht totale Flaute.

An dieser Stelle befrage ich dann doch mal die Branchenkenner: Leidet der Konzern unter dem Geiz-ist-Geil Kurs seiner Kundschaft? Jein. Die Geschäfte in den sogenannten “Schwellenländern” wie beispielsweise Brasilien oder der Türkei laufen aufgrund der schwachen Kaufkraft der Bevölkerung nicht wie geschmiert und auch das Klebstoff-Business in China benötigt an einigen Stellen Pattex. Dennoch wächst der Konzern solide und Experten rechnen mit drei Prozent mehr Gewinn und einem Umsatzplus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Da kann man doch nicht meckern, oder? Doch. Wenn man Börsianer ist. Die Henkel-Anleger sorgen sich momentan weniger um das Kerngeschäft der Düsseldorfer, sondern um den Mann an der Spitze. Nach seiner mega-erfolgreichen Amtszeit wechselte Vorstandschef Kasper Rorsted vor gut zwei Wochen zu Adidas und hinterlässt eine Schar heulender Aktionäre und einen Nachfolger, den schon vor Amtsantritt der Turnschuh drückt. Der neue Henkel-Chef Hans van Bylen steht unter dem enormen Druck, die Erfolgsstory von Rorsted fortzusetzen. Der Aktienkurs des Unternehmens hatte sich unter ihm seit 2008 vervierfacht und der Konzernumsatz stieg von 14 auf 18 Milliarden Euro. Für dieses Jahr prognostizierte der Ex-Henkeler ein Rekordergebnis von 20 Milliarden Euro, für das der neue Mann an Board nun verantwortlich ist und das er nach heutiger Einschätzung nicht erreichen wird.

Geiler Job mit ordentlich Frustrationspotential, würde ich sagen. Aber vermutlich wird der Herr Bylen mit einem Gehalt gekitzelt, das die Größe eines Trostpflasters bei Weitem übersteigt. Was meint ihr? Ob sich die Aktionäre morgen mit einer Perspektive voll Grauschleier zufrieden geben?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/henkel-knapp-daneben-ist-auch-vorbei/

 

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