ArcelorMittal kämpft mit dem Stahlpreis

bound-with-chains-of-the-spirit-and-of-menEs glänzt fast so schön wie die Edelmetalle Gold, Silber oder Platin, befindet sich jedoch in einer enormen Dumpingpreis-Krise. Die Rede ist von Stahl. Im Gegensatz zum Anleger-Hit Gold, der immer noch als sicherer Hafen und Sparschwein-Alternative gilt, ist das Investment in Stahl oder Eisenerz eine hochspekulative Angelegenheit.

Der Stahlpreis erlebte 2015 einen enormen Tiefflug, nachdem China das Metall zu Aldi-Preisen ins Ausland exportiert hatte. Die Folge war ein weltweites Überangebot, das für einen stahlharten Kampf zwischen europäischen und deutschen Minenbauern wie Salzgitter oder ThyssenKrupp und den chinesischen Stahl-Magnaten führte. Stahl Made in Germany war einfach viel teurer als das asiatische Konkurrenzprodukt und zwang unsere heimischen Kumpels auf Sparkurs.

Davon betroffen ist auch der niederländische Stahlkonzern ArcelorMittal. Der weltweit größte Stahlproduzent mit 60 Werken und rund 232.000 Mitarbeitern präsentiert morgen vor Börsenstart seine Zahlen fürs erste Quartal und warnte seine Investoren bereits gestern vor einer Gewinn-Schmelze.

Analysten rechnen mit einem Umsatz-Rückgang von 18 Prozent auf 14 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis sank sogar angeblich um mehr als ein Drittel von 1.815 Millionen Dollar in den letzten drei Monaten 2015 auf 920 Millionen Dollar im ersten Quartal 2016. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Der Stahlpreis erholte sich in den letzten Wochen aufgrund einer weltweit steigenden Nachfrage und der Schließung einiger chinesischer Minen. Um der chinesischen Billigstahl-Flut in Europa einen Riegel vorzuschieben und die einheimische Bergbauindustrie zu schützen, beschloss die EU Kommission vor Kurzem zudem die Erhebung von Importzöllen auf viele Stahl-Produkte Made in China.

Ob diese Maßnahme ausreicht, um das Stahlgeschäft von ArcelorMittal dauerhaft zu stabilisieren ist fraglich und so muss sich das Management morgen Früh bestimmt auf einige Fragen zur Zukunft des Stahlpreises und der Unternehmensperspektive in einem hart umkämpften Markt einstellen. Was meint ihr BUXers? Können die Niederländer ihre Hütten im Kampf gegen die Chinesen verteidigen? Glück auf!

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ArcelorMittal kämpft mit dem Stahlpreis

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