Deutsche Telekom: Magenta enttäuscht

Funny-Pink-5Allen FC Bayern-Fans, die heute deprimiert und / oder verkatert aus den Betten krabbeln kann ich nur raten: ablenken, verdrängen und dopen. Ein doppelter Espresso-Aspirin in Kombination mit den Nachrichten des Tages und der gestrige Fußball-Frust ist schnell vergessen. Zwei Schlagzeilen, die euch heute sicher noch über den Weg laufen werden sind: “EZB schafft 500 Euro-Schein ab” und “Telekom mit Gewinnzuwachs”. So, das klingt ja mal ordentlich trocken. Aber keine Sorge, hier kommt die BUX-News-Version!

EZB-Chef Marion Draghi hat eine Mission: er will, dass wir unser hart verdienten Euros zum Fenster rauswerfen. Investieren, spekulieren, scheißegal. Hauptsache nicht Sparen. Um die Konjunktur anzukurbeln muss der Rubel fließen und aufm Sparbuch bringt das Geld der Wirtschaft gar nichts. Wer Geld auf der hohen Kante hat, das er nicht ausgeben will, steht momentan vor einem Schlamassel: Null Prozent Zinsen bei der Bank, oder alles in den Sparstrumpf stopfen? Entscheidet er sich für Letzteres, so sind 500 Euro Banknoten natürlich ne feine Sache da der Strumpf sonst irgendwann aus allen Nähten platzt. Dass Draghi uns Sparer durch die Entführung des 500 Euro Scheines vom Kurs abbringen will, bestreitet die EZB vehement. Angeblich wird der Magenta-Schein häufig für illegale Geschäfte verwendet und soll deshalb aus dem Verkehr gezogen werden. Aha.

Apropos Magenta: Die Telekom präsentierte heute Morgen vor Börsenstart ihre Zahlen fürs erste Quartal und siehe da, die Bonner übertrafen mit 17,6 Milliarden Umsatz sogar leicht die Erwartungen der Analysten. Meine Erwartungen an die Deutsche Telekom sind traditionell eher nicht existent. Netzprobleme, Telefonstörung, Kabelanschluss- alles daaaueert eine gefühlte Ewigkeit. So überrascht es nicht, dass das Deutschland-Geschäft wenig zum Gesamterfolg der Bonner beiträgt. Dagegen konnte US-Tochter T-Mobile ihren Gewinn in den ersten drei Monaten auf 2,7 Milliarden Dollar verdoppeln und sorgte für einen Big Smile des rosa Riesen.

Die Strategie des langhaarigen T-Mobile US-Bosses John Legere ist grell und laut. Mit knackiger Werbung, immer neuen Smartphones für die Kunden und Giga-Datenpaketen gelingt es ihm, den Konkurrenten Verizon und AT&T Kunden abzujagen.  Von der erfolgreichen lässig-cool Strategie der Amis wollen sich jetzt auch die Deutschen eine Scheibe abschneiden denn die Geschäfte laufen hierzulande alles andere als rosig. Im letzten Quartal haben die Bonner im eigenen Land mit 5,5 Milliarden Euro 2,2 Prozent weniger verdient, als im Vorjahr.

Der Umstand, dass T-Mobile US die deutsche Karre momentan aus dem Dreck zieht und die Tatsache, dass die Telekom aufgrund von Mega-Investitionen in neue Netze 5 Prozent weniger Geld auf der hohen Kante hat als im letzten Jahr (Cash Flow), bereitet den Anlegern Bauchschmerzen. So rangiert die Aktie trotz übertroffener Erwartungen mit Minus 1,2 Prozent im Verlierer-Feld der heutigen DAX-Rangliste.

Und jetzt habt ihr die Qual der Wahl: steckt ihr die letzten 500er ins Sparschwein, oder in die rosige Zukunft der Deutsche Telekom?

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