Ist die Lufthansa noch auf der Sieger-Seite?

490453364-lufthansa-weltmeister-lGrALYaQ7efErst letzte Woche sind Lufthansa-Passagiere schmerzlich auf dem Boden der Tatsachen geblieben. Dienstag und Mittwoch wurden aufgrund des ver.di-Streiks mal wieder Zehntausende Flüge storniert und das nur, weil die Crew und andere Bedienstete des Kranichs mehr Geld wollen. Praktisch, so Gewerkschaften! Ich würde von meinem Chef keinen Cent mehr sehen, wenn ich einfach einen auf Arbeitsverweigerung machen würde. Ganz im Gegenteil!

Bereits im November 2015 organisierte die Flugbegleiter-Crew einen siebentägigen Aufstand, der Lufthansa geschätzte 140 Millionen Euro kostete. Doch das ist nur eine der Baustellen, auf denen der Kranich momentan zu kämpfen hat. Die Tatsache, dass unsere Lufthansa die deutsche Airline schlechthin ist, hat im Vergleich zu Wettbewerbern wie Ryanair oder Easyjet ein paar Vorteile und eine ganze Flotte von Nachteilen. Zwar genießt die LH noch stets den guten Ruf einer sicheren, verläßlichen und serviceorientierten Fluggesellschaft, doch vor allem die Freizeit-Passagiere achten bei der Wahl ihres Touri-Bombers stets mehr auf den Preis. Ryanair und andere Billigflieger können es sich leisten, Tickets zum Preis eines Big Mac Menüs zu verschleudern, weil ihnen keine ver.di’s im Nacken sitzen, die für angemessene Gehälter und soziale Arbeitsbedingungen kämpfen.

Piloten kurz vorm Burnout, horrende Preise für extra Gepäck oder Board-Snacks und Flughäfen im Niemandsland zwischen großen Städten, sorgen allesamt für geringere Kosten bei Ryanair. Ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil, den die mächtige aber träge Kranichlinie nicht so schnell aufholen kann. In den letzten drei Monaten beförderten die Iren mit 23,38 Millionen Fluggästen in Europa erstmals mehr Passagiere als die LH (22,32 Millionen) und zwingen die Konkurrenz zu einem noch härteren Sparkurs. Und genau damit haperts bei der Hansa. Hätte der niedrige Ölpreis im letzten Jahr nicht für geringere Spritkosten gesorgt, wären die Kosten pro Passagier sogar noch gestiegen.

Doch anstatt sich ein paar Spartricks von der Konkurrenz abzugucken und die Streik-Axt mit Piloten & Co. zu begraben, beschloss die LH letzte Woche eine deftige Erhöhung der Vorstandsgehälter. Ein Management, das sich selbst die Taschen vollstopft und beim Personal sparen will, sorgt natürlich nicht gerade für gute Vibes bei der Kaffeemaschine. Die Kranichtruppe lässt die Flügel hängen und der Krankenstand hat zweistellige Quoten erreicht.

Wenn das Management morgen vor Börsenstart die Zahlen der ersten drei Monate auf den Tisch legt, kommt die knallharte Realität ans Tageslicht. Befindet sich die Lufthansa noch auf Steigkurs, oder zwingt die Konkurrenz sie auf den Boden?

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