Wird VW morgen ausgebremst?

Amerikanisches-VW-Autohaus-in-New-York_image_width_884Die Chancen, dass ihr alle Zeit der Welt habt, um ein bisschen in der BUX-App zu blättern und euch schon mal ein paar Trades zu sicher, stehen gut. Denn heute ist Streik-Tag. Hattet ihr einen Flug in die Sonne gebucht? Fehlanzeige. Die meisten Kraniche bleiben heute am Boden. Wolltet ihr euren Nachwuchs in der Kita droppen? Fehlanzeige. Heute ist Homeoffice angesagt.

Wie gut, dass wir heute einen prallgefüllten Börsenkalender haben. Also: Akkus auf Anschlag, noch schnell einen kleinen schwarzen ToGo und dann ran an die Buletten! Den Quartalszahlen-Freaks unter euch ist es sicher nicht entgangen: Morgen schlägt das Stündchen für unsere Daily-Soap-Stars von Volkswagen. Der Konzern präsentiert seine Zahlen der letzten 12 Monate. Ein Jahr, das VW Managern, Händlern, Aktionären und Kunden sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Volkswagen sorgte in den letzten Monaten fast täglich für neue Schlagzeilen rund um die manipulierte Software ihrer Diesel-Stinker und auch in unserer BUX-App ist VW ein echter Dauerbrenner.

Aber fangen wir zur Abwechslung doch mal bei den good news an, denn gestern hatten die Wolfsburger endlich mal wieder einen Grund, “We are the champions” zu flöten. Und das nicht nur im Stadion, denn VW kann sich wieder “größter Fahrzeughersteller der Welt nennen”. Gestern wurde bekannt, dass VW in den ersten drei Monaten diesen Jahres mehr Autos verkauft hat, als Rivale Toyota. Häh? Und das trotz der total beschissenen Lage in den USA und dem weltweiten Imageschaden? Ja. Vor allem die Chinesen zeigten sich von ein bisschen mehr Stickoxid in der Luft gänzlich unbeeindruckt und kauften fleißig VW statt Lokalmatador Toyota. Bei den Japanern ging der Absatz in den ersten drei Monaten um 2,3 Prozent auf 2,46 Millionen Stück zurück, VW verkaufte dagegen mit 2,51 Millionen Fahrzeugen 0,8 Prozent mehr.

Alle VW-Fans, die unbeirrt auf ein Kurs-Plus spekulieren wollen, können jetzt getrost aus meinem Artikel aussteigen. Den Skeptikern verrate ich noch, wie die grausame Bilanz-Realität morgen aussehen könnte. Die traurige Wahrheit ist, dass der Abgasskandal für VW richtig teuer wird und dem Konzern mit 1,6 Milliarden Miese den größten Verlust seiner Geschichte einbrockt. Wenn man bedenkt, dass Volkswagen 2014 noch einen Gewinn von 11 Milliarden Euro in den Büchern stehen hatte, ist das schon ein deftiger Schlag in die Magengrube. Schuld daran sind sogenannte Rückstellungen, also eine eiserne Notreserve von 16,2 Milliarden Euro, die VW für Gerichtskosten, Strafzahlungen und Nachbesserungen auf die hohe Kante legen muss.

Ich bin ja gespannt, wie der Aufsichtsrat die ganze Story morgen an seine Aktionäre verkauft. Wird VW als weltgrößter Autohersteller gefeiert, oder kassiert der Konzern ordentlich Hiebe für seine Betrügereien und das sture Management, das trotz Krise auf Bonuszahlungen in Millionenhöhe pocht?

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