Daimler vor den Zahlen: Hält die Aktie noch Kurs?

distracted2Man sollte doch meinen, dass bei Daimler-Chef Dieter Zetsche alles Butter ist. Laut unserer Lieblingszeitung mit den vier Großbuchstaben schwebt der Dieter mit seiner neuen Französin Anne auf Wolke 7, war 2015 mit angeblich 14,4 Millionen Euro Jahresgehalt der höchstbezahlte Boss eines DAX-Unternehmens und sein Baby Mercedes lässt die Konkurrenz in der Premium-Klasse am Auspuff schnuppern. Da ist selbst der Skandal um geklaute Würstchen zeitens der Daimler-Hauptversammlung vor zwei Wochen schnell gegessen.

Doch am Horizont des Stern-Universums ziehen dunkle Wolken auf. Genauer gesagt: Q1 Zahlen. Morgen ist D-Day für unsere schwäbischen Autobauer und Analysten warnen vor einer Ergebnis-Delle. Die erwarteten 5 Prozent mehr Umsatz klingen erstmal garnicht so übel, doch ein Gewinn-Einbruch von rund 12 Prozent sorgt für Sorgenfalten bei den Aktionären. Woher kommt das Loch in der Kasse, Dieter? Müssen wir uns jetzt echt Sorgen um unsere Stern-Aktien machen?

Kurzfristig, vielleicht. Langfristig, nein. Denn für das Gewinn-Defizit gibts einen guten Grund. Daimler musste kräftig Geld in die Hand nehmen, um den Taxi-Klassiker, die Familienkutsche und Firmenwagen schlechthin in die 10. Generation zu beamen. Die Neuauflage der Mercedes E-Klasse, die ab April auf Deutschlands Straßen rollt, ist ein digitaler Traum auf Rädern und soll Mercedes ab der zweiten Jahreshälfte ordentliche Gewinne einfahren. Das Ding kostet zwar über 45000 Euro, kann aber auch echt kinky Tricks. Wer seine E-Klasse mit Drive Pilot bestellt, kann – theoretisch- alles tun, was während der Fahrt eigentlich verboten ist, denn Händchen am Steuer sind eigentlich überflüssig. Der Computer auf Rädern kann selbständig die Spur halten, misst den Abstand zum Vordermann und hält sich an Tempolimits. Mit dem richtigen Beifahrer an Board, könnt ihr euch dann getrost von der Massage-Funktion der Sitze und der Ambiente-Beleuchtung in 64 Farben ablenken lassen…

Kein Wunder, dass Daimler Apple heute beim geplanten, gemeinsamen Projekt “iCar” abblitzen ließ. Viel vernetzter kann ein Auto auch mit Unterstützung aus Kalifornien nicht werden! Und wer braucht schon Silicon Valley wenn in Sindelfingen das Auto 3.0 vom Stapel läuft? Die Verhandlungen über eine gemeinsames Auto-Baby scheiterten aber vor allem an der Frage des Datenschutzes. Während Apple alle Daten in seiner iCloud speichern wollte, pochte Daimler auf die lokale Datensicherheit der Kundschaft.

Schwer zu sagen, ob die erwartete, kurzfristige Gewinnflaute den Kurs der Daimler-Aktie morgen auf die Bremsspur zwingen wird. Ich würde sagen: Drive Pilot (in der BUX-App: Auto-Stopp) aktivieren und entspannt zurücklehnen!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/daimler-vor-den-zahlen-haelt-die-aktie-noch-kurs/

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