Kann Pernod Ricard morgen prosten?

Ubf1gqhAlso ich hatte schon besser Morgen. Irgendwie hat sich ne fiese Bakterie in meiner Magengrube breitgemacht und sorgt dafür, dass ich bei strahlendem Sonnenschein mit Wärmflasche und Fencheltee im Bett liege. Und jetzt darf ich auch noch über das schreiben, wonach mir am wenigsten ist: Alk! Schnaps! Stoff! Denn der französische Spirituosenhersteller Pernod Ricard  lässt uns morgen Früh wissen, wie die Geschäfte mit Ramazotti, Absolut, Havana Club und vielen weiteren Kopfweh-Klassikern in den ersten drei Monaten 2016 so liefen.

Cognac-Konkurrent Remy Cointreau präsentierte bereits gestern seine Zahlen und wurde mit einem fetten Kursprung von Plus 9 Prozent bejubelt. Der ebenfalls französische Schnapsbrenner profitierte von einem Revival des Klassikers aus Omas Küchenkästchen: Cognac. Vor allem die Chinesen stehen total auf Remy Martin und Pernod’s Martell und beenden damit eine jahrelange Durststrecke des Schnapsherstellers im Land des Lächelns.

Eine landesweite Anti-Korruptionskampagne sorgte dafür, dass Staatsbedienstete keine Geschenke mehr annehmen durften. Die Gefahr der Bestechung mit Zigarren oder eben einer teuren französischen Flasche, war einfach zu groß. Keine Ahnung, ob diese Maßnahme China irgendwie aus dem Korruptions-Sumpf geholfen hat, aber Pernod Ricard und die gesamte Branche mussten herbe Verluste verdauen.

Ob Remy’s Revival morgen auch auf Pernod abfärbt, ist allerdings fraglich. Pernod-Chef Alexandre Ricard meinte Mitte Februar, dass er trotz Cognac-Boom in China mit einer eher schlechten Performance für das Gesamtjahr rechnet. Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf den Spirit-Trinkern in den USA, UK und Spanien, wo noch immer geschenkt, gemixt und getrunken wird, was das Zeug hält. Der jahrelange Trend zum Wodka in allen möglichen und ekligen Geschmacksrichtungen wird langsam von einem Whisky und Gin-Boom abgelöst.

Statt Absolut Vanille schenkt sich der hippe Trinker jetzt lieber einen Shot Monkey 47 ins Glas. Der Trend-Gin stammt übrigens aus einer kleinen baden-württembergischen Schnapsbrennerei, die Pernod Anfang des Jahres schluckte. Ob der Trend-Switch Pernod aus der China-Patsche hilft?

Ich genehmige mir jetzt einen Löffel Iberogast gegen Magenschmerzen und warte mal ab, ob 0,12 Prozent Alkohol mich irgendwie kicken.

Wenn ihr über 18 seid und vertrauensvoll in die Zukunft von Gin und Whisky blickt, dann ran an den Pernod-Button! Und Prost.

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