Zalando: Da lacht der Einkaufswagen!

Beyonce-Being-Pushed-in-a-Shopping-Cart--90326Hand aufs Herz: Wer von euch hat am Wochenende seinen Online-Einkaufswagen mit mehr oder weniger nützlichem gefüllt? Ich bekenne mich zu: einem Toilettenpapierhalter bei Amazon, einer Flugbuchung bei Transavia und- in der Hoffnung auf minimal 25 Grad- drei T-Shirts bei Zalando. Mein zweitliebster Onlineshop nach Amazon präsentiert Morgen vor Börsenstart sein Trading Update fürs erste Quartal und wir verwöhnen euch schon heute mit einem exklusiven Preview.

Das Berliner Tochterunternehmen von Rocket Internet hat seine Mutter in den letzten Jahren ordentlich abgehängt. Während Rocket rote Zahlen schreibt, hat Zalando die Startup-Pubertät schon längst hinter sich gelassen. Mal abgesehen, von ein paar Tischkickern im Office, vielleicht.

Der ehemalige Online-Schuhverkäufer mauserte sich in den letzten 4 Jahren zu einem sogenannten Multi-Plattform Anbieter, der Mensch und Mode verbindet. Eine Art eierlegende Wollmilchsau, die sich nicht nur auf den Verkauf von Modeartikeln konzentriert, sondern seiner Kundschaft ein “Erlebnis” bieten will. Um alle Sinne der willigen Onlineshopper zu kitzeln und ihnen letzten Endes mehr Euros aus der Kreditkarte zu ziehen, zauberten die Berliner so einiges aus dem Hut. Die Online-Stilberatung “Zalon”, eine Inspirations-App Namens “Fleek” und super-kulante Rückgaberegelungen inklusive Abholdienst, sind nur ein paar Beispiele aus der Zalando-Wunderwelt.

Die Strategie scheint aufzugehen. 2015 übertraf das Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung von 33 Prozent auf 2,96 Milliarden sogar seine eigenen Erwartungen. 22 Prozent mehr Kunden bestellten 33,5 Prozent mehr Modewaren und füllten ihren Einkaufswagen mit Artikeln im Wert von durchschnittlich 67,8 Euro. Puh, da lag ich ja mit meinen Wochenend-Bestellungen noch absolut im grünen Bereich!

Um die hohen Erwartungen der verwöhnten Kundschaft und einiger Analysten auch weiterhin zu erfüllen, hat es sich Zalando zum Ziel gesetzt, E-Commerce-Riesen wie beispielsweise Amazon das Fürchten zu lernen. Deshalb investieren die Deutschen in ein Marktplatz-Modell, bei dem Modefirmen ihren eigenen, virtuellen, Laden auf Zalando eröffnen können. Zalando verdient dann an der Provision, oder auch am Warenversand, der zentral abgewickelt wird.

Alles schön und gut, aber Innovationen bedeuten auch immer Investitionen. Experten rechnen damit, dass Zalando 2016 rund 200 Millionen Euro in neue Features und Logistikzentren pumpen wird und deshalb unterm Strich etwas langsamer wächst als in den letzten Jahren.

Ich werde mir jetzt mal die brandneue Beyonce-Sportkollekion auf Zalando ansehen. Nur schauen, nix kaufen!!

Was meint ihr? Kann das Berliner Online-Warenhaus neben seinem weiblichen Fanclub morgen auch die kritischen Analysten begeistern?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/zalando-da-lacht-der-einkaufswagen/

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