Ist der Deutschen Bank noch zu trauen?

DownloadAlso ich weiß nicht wies euch geht, aber früher fand ich die Deutsche Bank mit ihren schicken, blauen EC Karten enorm cool und dachte mir immer, ach, wenn ich mal das Haus gebaut und den Opel vor der Garage stehen habe, dann tausche ich meine biedere Stadtsparkasse-Rechnung gegen ein Konto bei der DB ein. Und jetzt? Haus? Check. Opel? Check. Deutsche Bank? Never ever! Da bleib ich doch meiner soliden, stocklangweiligen Kreissparkasse treu.

Ein Rekordverlust von Minus 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 und eine Aktie auf Deepdive-Kurs (aktuell: Minus 2 Prozent) sorgen bei Anlegern, Mitarbeitern, Kunden und der ganzen Finanzwelt für enorme Verunsicherung und stetigen Kundenschwund. Es ist ohnehin für die ganze Branche schon schwer genug, bei einem Zinslevel um die 0 Prozent noch irgendwie Geld zu verdienen, doch Deutschlands größte Bank hat noch an anderen Fronten zu kämpfen.

Für Rechtsstreitigkeiten mit schwer kalkulierbarem Ausgang muss das Geldhaus Milliarden auf die hohe Kante legen. Um die Bilanz wieder irgendwie auf Kurs zu bringen, hat der neue DB-Boss John Cryan ordentlich durchgegriffen, über 9000 Mitarbeiter entlassen und in Deutschland 200 Filialen eingestampft. Aber auch Schrumpfen kostet Geld, wie beispielsweise die Abfindungen hochbezahlter Manager.

Nicht gerade hilfreich sind da die beiden neuesten Nachrichten über die Bankfurter: Wegen des Verdachts auf persönliche Bereicherung schickte die DB gestern 5 hochrangige Mitarbeiter in den Zwangsurlaub. Vielleicht nach Panama? Dort kann sich die Truppe fast wie zu Hause fühlen, denn es erwartet sie ein schicker Briefkasten ihres Ex-Arbeitgebers. Die Deutsche Bank ist, wie viele andere Banken auch, in den Sumpf der “PanamaPapers” verstrickt. Anfang der Woche drang einer der größten Daten-Leaks der Geschichte ans Tageslicht. Seitdem stehen Politiker, Sportler, Unternehmen und Banken weltweit im Verdacht, über eine panamaische Anwaltskanzlei Briefkastenfirmen gegründet zu haben. Teils legal, teils um eigenes Vermögen vor dem Fiskus zu schützen. In wieweit die Geschäfte der DB in Panama legal waren, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber schon jetzt, dass die interne Rechtsabteilung einen weiteren Aktenordner auf den Tisch bekommt.

»Die ersten zwei Monate (2016) waren im Bankensektor die schlechtesten Anfangsmonate eines Jahres, die ich persönlich erlebt habe.« meinte selbst der Finanzvorstand der Deutschen Bank in einem Interview. Klingt für mich nach ganz schön mieser Perspektive fürs laufende Jahr..

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