Deutschland 30: Heute gehts um die Wurst!

wwf-jpg--1034c551355d70b5-Kennt ihr diese Tage, an denen eigentlich nichts mehr schiefgehen kann? An denen der Espresso auch ohne Zucker schmeckt, an denen die Frisur trotz Sturm sitzt und der Chef dich “einfach so” eine Stunde früher in den Feierabend schickt? Bei mir ist heute so ein Tag, ich spürs schon in der Zehenspitze, denn heute Abend habe ich ein Date mit meinem Babe.

Während im Hause Lembert die Frühlingsgefühle zuschlagen, musste gestern bei Daimler die Polizei eine schlagkräftige Auseinandersetzung verhindern. Zwei Aktionäre rauften sich um die gerechte Verteilung der bei der Hauptversammlung aufgetischten Würstchen namens „Saitenwürschtle“. 12.500 Stück standen für 5.5000 hungrige Aktionäre bereit. Macht 2,27 Würstchen pro Anteilseigner. Nicht gerade üppig und sicher zu wenig, um auch noch ein Doggy Bag davon zu machen. Genau das tat allerdings ein Besucher, der auf frischer Tat ertappt wurde und sich daraufhin ein knackiges Wortgefecht mit einem Mitstreiter lieferte.

Dabei hätten die Gäste doch echt allen Anlass zum Feiern gehabt! Daimler glänzt mit einem Absatzrekord und kündigte eine erhöhte Dividende von 3,25 je Aktie an. Deutlich mehr, als die Anzahl verfügbarer Würstchen pro Aktionär, in jedem Fall.

Der Rest der Welt blickt heute gespannt nach New York, wo die US-Notenbankchefin Janet Yellen gegen 23:00 Uhr unserer Zeit eine Rede zur Zinspolitik der USA schwingen wird. Und was interessiert uns die Janet schon jetzt zu so früher Stunde? Schon gestern, vor der Veröffentlichung des März-Sitzungsprotokolls der Notenbank, murkelte unser Dax den ganzen Tag so vor sich hin und auch der amerikanische Index Dow Jones kam erstmal nicht so recht in die Pötte. Denn bei den Händlern herrscht gespanntes Warten. Die Börsianer wollen endlich Klarheit über die künftige Zinspolitik der Fed und legen jedes Wort der Notenbank auf die Goldwaage.

Die Frage ist nicht, ob sie’s tut, sondern wann und wie. Derzeit steht der Ami-Zins bei 0,25-0,50 Prozent was schon ziemlich viel ist im Vergleich zu 0 Prozent in der EU. Bei den Börsianern gilt sowas wie ein ungeschriebenes Gesetz: je niedriger die Zinsen, desto sexier die Aktien. Ist auch irgendwie logisch, denn hohe Zinsen lassen Sparbuch & Co. in neuem Glanz erstrahlen und Unternehmensanteile würden an Attraktivität verlieren.

Gestern wurde deutlich, dass zumindest in diesem Monat keine Zinsanhebung stattfindet. Ob Janet heute Abend durchsickern lässt, wann das große Happening dann bevorsteht? Wir warten gespannt. Happy Dating, ähm, Trading!

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