6 Prozent rauf, 6 Prozent runter: Air France-KLM und das liebe Öl

635911980451448476-AP-OIL-GLOBAL-IMPACT-79354522Es gibt heute zwei Trades, die euch entweder 6 Prozent nach oben, oder nach unten katapultiert hätten. Die KLM Aktie machte eine Bruchlandung, nachdem bekannt wurde, dass Chef Alexandre de Juniac das Flugzeug über die Notrutsche verlassen wird, um beim Luftfahrtlobbyverband IATA an Board zu gehen. Sein Wechsel verunsichert die Anleger, da Juniac Air France-KLM auf Sparkurs trimmen sollte, um gegen die Dumpingpreis-Konkurrenz von Ryanair und Easyjet anfliegen zu können. Dabei war der Franzose in seinem Amt eigentlich ganz erfolgreich. KLM schrieb dieses Jahr erstmals seit Langem wieder schwarze Zahlen und die Expansion von Billig-Tochter Transavia nach Deutschland könnte Erzfeind Lufthansa endlich mal die Flügel stutzen.

Und genau da liegt der Hund begraben. Man munkelt, dass Juniac mega Frust schiebt, weil er die elitäre Piloten-Truppe nicht auf Sparkurs trimmen kann. Die Jungs spielen bei seinem Plan, Transavia weiter auszubauen und die Kosten für die Bemannung zu senken, einfach nicht mit und drohen notfalls wieder mit Streiks. Das ganze Gemecker ging Juniac jetzt scheinbar so auf den Zeiger, dass er Nägel mit Köpfen machte und seinen Hut nahm. Flugausfälle sorgten bei KLM für Verluste in Millionenhöhe, die nur durch den niedrigen Kerosinpreis der letzten Monate aufgefangen werden konnten.

Womit wir bei unserem heutigen Tages-Gewinner wären: Dem Ölpreis. Die Sorte WTI gewann heute Morgen gut 6 Prozent. Und das nur wegen eines Interview-Zitates der kuwaitischen Opec-Vertreterin Nawal Al-Fezaia, die zu der vernünftigen Einsicht kam, dass die Ölförderländer doch endlich mal ihre Produktion runterschrauben müssten. Die Diskussion zwischen Kuwait, dem Iran und anderen Öl-Nationen über wer jetzt wann als Erster den Hahn zudreht, um das weltweite Überangebot an Öl zu reduzieren, dauert schon eine ganze Weile und sorgt für eine unberechenbare Preisentwicklung, die Händler in den Wahnsinn treibt und auch uns BUXern schon so manchen Trade verhagelt hat.

Der Ölpreis folgt derzeit größtenteils den Statements, die die Opec-Länder über die Weltpresse verbreiten. Meint ein Land, wie Saudi Arabien am Freitag, dass es seine Fördermenge nur reduziert, wenn seine Kumpels aus dem Iran und anderen Mitgliedsstaaten auch mitziehen, so rutscht der Ölpreis in eine tiefschwarze Depri. Stehen die Zeichen dagegen auf Einigung und Kuschelkurs, so gibt der Rohstoff wieder Gas. Also BUXers: Achtung, Öl ist derzeit nur mit Vorsicht zu genießen!

Die Experten sind sich darüber einig, dass der Ölpreis noch bis zum Treffen der Opec-Länder am 17. April auf Hoppelkurs bleibt. “Volatil” nennen das die Börsianer. Danach herrscht hoffentlich mehr Klarheit darüber, ob die Förderländer die Ölproduktion dauerhaft drosseln und damit wieder für stabile Preise auf dem Weltmarkt sorgen.

Und jetzt habt ihr die Qual der Wahl: Wagt ihr euch auf den Ölteppich, oder geht ihr mit KLM auf Neustart?

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