Gehts VW heute an den Kragen?

c1280x720_71Heute ist der letzte Handelstag vor Ostern und somit eure letzte Chance, um vor dem Bunny-Marathon auf das richtige Aktien-Ei zu spekulieren.

Aller Erwartung nach sind die Profi-Trader heute vorsichtig. Oder urlaubsreif. Wie man’s nimmt. Keiner will sich vor den Feiertagen zu weit aus dem Fenster lehnen und womöglich ein faules Ei in sein Nest legen.

Auch an Unternehmenszahlen steht nicht viel auf dem Programm- da ist es doch gut, dass es VW gibt, die Prügelknaben der Autoindustrie. Um 16:00 Uhr unserer Zeit endet die Schonfrist, die Richter Charles Breyer dem Konzern im Februar gestellt hat. Bis dahin muss VW einen Masterplan zur Einigung mit der US-Umweltbehörde EPA auf Papier gebracht haben, der erklärt, wie VW den Dieselgate-Skandal in den USA lösen will.

Derzeit sind durch die Software-Manipulation auf amerikanischen Asphaltpisten 600.000 Diesel-Stinker ohne gültige Zulassung unterwegs. Ein einfaches Software-Update oder eine Kat-Nachrüstung würden scheinbar nicht ausreichen, um das Abgas-Problem in den Griff zu kriegen. Eine Rückkaufaktion würde zwar die angepissten VW-Besitzer finanziell besänftigen, könnte für VW allerdings die teuerste Lösung werden.

Der braungebrannte Kalifornier Breyer, ganz smart mit Fliege und Seitenscheitel unterwegs, entscheidet darüber, wie teuer der Skandal den Schwindel-Konzern wirklich zu stehen kommt. VW hat in den USA aufgrund peinlicher und unprofessioneller Auftritte des Managements schon einige Vertrauens-Punkte eingebüßt und mit Richter Breyer ist nicht zu spaßen. Er leitet das Mammut-Verfahren aus über 600 Zivilklagen und einer Milliardenklage des Justizministeriums gegen VW. Um welche Summe es genau geht, weiß momentan niemand. Klar ist jedoch, dass Volkswagen sich mit Breyer besser gut stellt und ein bisschen auf den Knien krabbelt. Demut kommt in diesem Fall besser rüber, als Arroganz.

Ach ja, ein bisschen üben darf VW schon mal mit seinen Passats. Gestern wurde bekannt, dass der Konzern eine Mega-Rückrufaktion von weltweit 177.000 Passats und 25.000 Skoda Superbs plant, bei denen ein paar Stecker locker sitzen. Das könnte zu einem Motor-Ausfall führen. Auch schön! Solltet ihr zu den glücklichen VW-Besitzern zählen, die weder von Dieselgate noch Motor-Kollaps betroffen sind, dann: Gute Fahrt! Zumindest bis zur nächsten Skandal-Nachricht Made in Wolfsburg.

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