Janet Yellen verteilt den Zinskuchen

6bd2b9f5-e411-4b5e-947a-23eb8c8261d2Der Mario und die Janet rocken derzeit die Finanzparty. Mario Draghi, der Boss der legendären EZB (Europäische Zentralbank) hat letzte Woche die Super Soaker ausgepackt und die EU-Wirtschaft mit frischem Geld geflutet. Dank ihm gibt es erstmals seit vielen Jahren auf unserem Kontinent wieder geliehenes Geld zum Nulltarif und werden Banken, die ihre Notgroschen bei der EZB parken, mit Strafzinsen gepunisht. Der ganze Act dient dazu, die Wirtschaft anzuheizen und Banken, Firmen und Konsumenten dazu zu bewegen, ihre Euros zu investieren anstatt sie zu bunkern. Mehr Geld im Umlauf bedeutet mehr Wachstum, denkt sich Mario. Sehr umstrittene Theorie, aber gut. Mario sorgte mit seinem Auftritt für ein Dax-Rekordhoch. Ganz einfach, weil Aktien bei Nullzinsen die attraktivere Anlageform werden und Börsianer somit zurecht auf steigende Kurse spekulieren und: zuschlagen.

Mrs. Yellen, die Chefin der Fed (US-Notenbank), hatte gestern Abend ihren Auftritt. “Gross” kann man ihn nicht nennen und statt ner Super Soaker hat Janet auch höchstens die Quietscheente ausgepackt. In Amerika ging Ende letzten Jahres die Nullzinsära zu Ende, die bei uns gerade erst anfängt. Die Fed erhöhte damals den Leitzins auf rund 0,25 – 0,50 Prozent. Eine Art Urknall, mit dem Janet signalisierte: Hey, die US-Wirtschaft boomt. Wir können es uns leisten, jetzt wieder mehr Zinsen zu verlangen, ohne den Konsum, die Immobranche, oder Unternehmen einzubremsen.

Damals kündigte Yellen an, bis Ende 2017 die Zinsen stufenweise auf 2,4 Prozent anzuheben. Für Börsianer klang das eher wie eine Drohung, denn Aktien als Geldanlage würden zu den großen Verlierern dieser Aktion zählen. Thank God bleibt die First Lady der Fed zwar bei ihrem Stufenplan, allerdings in einer “Light” Version. Die China-Krise und die weltweiten Kursrutsche stecken uns allen noch in den Knochen und haben auch die US-Notenbank vorsichtiger werden lassen. Diese beschloss gestern Abend erstmal eine Runde auszusetzen. Bis Ende des Jahres bleibts beim Niedrig-Zins und danach sind dann 0,875 Prozent drin.

Die amerikanischen Stock-Dealer fanden Janets Weichspül-Strategie total beruhigend und der Dow Jones Index sprang nach ihrem speech gestern ein paar Prozentchen in die Höhe. Ob sich unser Dax der Party heute anschließt?

Weniger prickelnd könnte es dagegen für die Deutsche Bank laufen, die schon gestern heftig ausgepeitscht wurde, nachdem DB Chef John Cryan seinen Anlegern auch in diesem Jahr wenig Hoffnung auf schwarze Zahlen machte. Die Negativ-Zinsen unseres Freundes Draghi vernichten die Haupteinnahmequelle der Bank und mehrere tausend Rechtsstreitigkeiten könnten Milliarden kosten. Da hilft nur: Gesundschrumpfen. Und so beschloss Cryan gestern ab 2017 über 200 der 723 deutschen Filialen zu schließen. Und das ist nur der Anfang seines “Sanierungsplans”.

So ihr BUXers. Ich bin reif für einen kleinen Schwarzen ohne Zucker und entlasse euch hiermit in einen spitzen spannenden Trading-Tag! Machts gut, machts besser.

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Janet Yellen verteilt den Zinskuchen

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