Ist H&M auf Schrumpfkurs?

hmErstmal: alle aufstehen bitte, Feuerzeuge in die Luft und einen dicken, fetten Applaus für unseren DAX! Er hat heute erstmals seit ich weiß nicht wann wieder die 10.000 Punkte-Marke geknackt!

Einen perfektereren Start in die neue Woche gibts gar nicht, oder?

Ich schreibe heute nicht schon wieder über VW, sondern schnappe mir ein echtes Frauenthema: Hennes & Mauritz. Sorry Jungs, aber ab und zu muss sich eure Autorin auch mal selbstverwirklichen. Nur soviel: Gestern wurde bekannt, dass ein Ex-VW Mitarbeiter den Konzern beschuldigt, möglicherweise Beweismaterial rund um den Abgasskandal vernichtet zu haben. So wurden nach Bekanntwerden der Diesel-Schummeleien in den USA Daten gelöscht, obwohl das US-Justizministerium befohlen hatte, alle routinemäßigen Datenlöschungen zu stoppen. Angeblich musste die IT-Abteilung Speicherplatz frei zu machen. Jaja, noch nie was von Cloud Servern gehört?? So wirds natürlich noch schwieriger, den Schummelfingern etwas nachzuweisen..

Aber jetzt zu unseren Saubermännern von H&M, die uns morgen einen Blick auf ihre Umsatzzahlen werfen lassen. Eigentlich bin ich ja ein bekennender Online-Shopaholic und hasse Einkaufsbummel in der City, aber letzte Woche war ich dann doch mal in Downtown München. Dort waren deutlich mehr Damen mit ökobrauner Zara-Tüte als mit weißem H&M Tütchen unterwegs und siehe da: ein Blick auf die Zahlen bestätigt, dass Hasi & Mausi schwer unter der spanischen Konkurrenz von Indidex (Zara, Massimo Dutti, Bershka..) zu leiden hat. Wie Zara vor einer Woche bekanntgab, ist die Frühjahrskollektion ein echter Kassenknaller. Trotz Tiefkühl-Temperaturen greifen wir massal zum transparenten Blumenkleid. Weiße Leggings drunter, Uggs dazu, passt schon! Mitte März gehen einem der Ganzkörperschlafsack, Handschuhe & Co. ja langsam auch aufn Zeiger, oder?

Während Inditex in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres 15 Prozent mehr Umsatz einfuhr, blieb H&M auf seiner Winterkollektion sitzen und schaffte deshalb im Januar im Vergleich zum Vorjahr nur ein Plus von 7 Prozent. Wie die ganze Branche hat auch H&M unter Online-Shoppern wie mir zu leiden, die die teuren Shoppingpaläste in den Innenstädten langsam aussterben lassen. Zara konzentriert sich dennoch auf Neueröffnungen, allerdings nur in 1a Lagen. Das Rennen gegen die spanische Traumfabrik Inditex haben die Schweden in den letzten Jahren haushoch verloren. Die Börsenbewertung von Inditex ist etwa doppelt so hoch wie die von H&M und der schuldenfreie, spanische Textilriese gilt als wertvollstes Unternehmen des Landes.

Ein großer Vorteil von Inditex gegenüber H&M sind die niedrigen Produktionskosten und die Catwalk Copy / Paste-Strategie der Spanier. Während Hennes in Asien schneidern lässt, produziert Zara überwiegend in Europa. Das sorgt für kürzere Produktionszeiten, mehr “High Fashion” in den Shops und günstigere Kosten. H&M leidet am starken Dollar, der die Produktionskosten von Shirts Made in Vietnam ordentlich in die Höhe treibt. Geschieht ihnen ganz recht finde ich. Hätten sie ein paar moralisch vertretbare Fabriken in Europa eröffnet, säßen die Schweden jetzt nicht in der Dollar-Falle.

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