E.ON stürzt ab, Linde bleibt am Boden

gasHeute gehts wieder rund auf dem Börsen-Volksfest! Ihr dürft euch entscheiden: kauft ihr lieber ein Ticket für die VW-Achterbahn, oder die E.ON Geisterbahn? Für einen ordentlichen Adrenalin-Kick dürften beide Werte heute gut sein. VW droht neuer Zoff an gleich zwei Fronten: dem Konzern werden in den USA jetzt auch Bankbetrug und ein möglicher Verstoß gegen die Steuergesetze vorgeworfen. Die Kredite, die Autokäufer von Banken erhalten haben weil sie nicht genug Cash in the Täsch hatten, stehen unter Beschuss, da ihre Diesel-Schleudern in den letzten Monaten beträchtlich an Wert verloren haben. Zudem hatten VW-Besitzer Steuerentlastungen erhalten, die sie jetzt eventuell zurückzahlen müssen und VW dafür haftbar machen wollen.

Ein ganz heißer Kandidat für den Titel “Looser des Tages” könnte E.ON sein. Keine große Überraschung, denn die ganze Energie-Branche leidet unter den niedrigen Strom-und Ölpreisen. Die Folge: E.ON fehlen 2015 7 Milliarden Euro in der Bilanz. So viel, wie noch nie. Und so leuchten die roten Buchstaben des Konzerns roter als je zuvor.

Etwas besser gehts da der Linde Group, die morgen vor Börsenstart ihre Jahreszahlen für 2015 verkündet. Das schnörkelige Logo erinnert mich zwar eher an eine Schokoladenfabrik, aber das Business der Münchener ist: Luft. Damit lässt sich Geld verdienen? Ja, denn Linde produziert Gase für die Industrie- und Medizinbranche (z.B. Lachgas oder andere betäubende Substanzen zum tieeef Einatmen) und baut nebenbei auch schlüsselfertige Chemie- und Wasserstoffanlagen.

Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, hängt auch Linde am Tropf der Weltwirtschaft. Wenns in den wichtigsten Industrienationen wie den USA oder China nicht so rund läuft, sitzen auch die Dollars bei der Linde-Kundschaft nicht mehr so locker. Der Bau neuer Anlagen wird vertagt und die Einnahmen des Technologie-Konzerns sinken. Deshalb korrigierte Linde-Boss Wolfgang Büchele bereits im November seine Ziele nach unten. Bis 2017 wird der Konzern weniger verdienen, als ursprünglich angenommen. So dramatisch wie bei E.ON ist die Situation aber noch lange nicht. Linde fährt vermutlich statt 4,3 Milliarden Euro “nur” 4,1 Milliarden Euro ein und damit fast so viel wie im Vorjahr.

Die Linde Group tritt also mehr oder weniger auf der Stelle und wird ihren Stepdance wahrscheinlich noch bis 2017 fortsetzen. Was macht die Börse mit dem Sitzenbleiber der Woche? Ihr dürft jetzt einmal kräftig am Luftballon saugen und dann ran an die Trade-Buttons!

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