RWE: Engländer verlassen das sinkende Schiff

teatanic-titanic-tea-infuser-1Es gibt diese Montagmorgen, an denen totale Nachrichten-Flaute herrscht. Heute ist genau das Gegenteil der Fall und ich kann mich kaum zwischen “100 Jahre BMW”, “Daimler trennt sich von Tesla” und “Was wusste VW wann?” entscheiden. Ach ja, und dann ist da noch RWE, der Energiekonzern, der morgen die blutigste Bilanz seiner Geschichte präsentieren muss. Ich entscheide mich für ein bisschen Börsen-Horror am Morgen und schnappe mir den Energieriesen mit Krisen: RWE. Noch ein Hinweis in eigener Sache: Bei BUX könnt ihr sogar bei fallenden Kursen noch fette Gewinne einfahren- dafür haben wir in der App den Trade-Pfeil “nach unten” eingebaut.

Diese Funktion könnte euch bei dem Ruhrpott-Veteran ganz gelegen kommen, denn RWE steckt aufgrund der Energiewende tief in den roten Zahlen und die Aktie verlor in den letzten 12 Monaten mehr als 50 Prozent an Wert. Bis vor einigen Jahren boomte das Geschäft mit Schmutz-Strom aus Gas-, Kohle-, oder Atomkraftwerken noch. Bis, ja bis, die Ökos das Ruder übernahmen und immer mehr umweltfreundlichen Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen in die Netze pumpten. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist ja ne klasse Aktion, aber Stromlieferanten der alten Schule wie RWE oder E.ON bricht so natürlich ihre Haupteinnahmequelle weg.

Doch damit nicht genug: der Atomausstieg inklusive Abbau der qualmenden Riesen-Schlote und Entsorgung der abgefackelten Brennelemente, kosten die betroffenen Konzerne schätzungsweise rund 30 Milliarden Euro. Unterm Strich bedeutet das: RWE verheizt mehr Kohle, als es mit seinem Energiebusiness momentan noch verdienen kann. Was tun?

Konzernchef Peter Terium hat sich kräftig die Nase gerieben und rief irgendwann: ich hab’s!
Sein Masterplan umfasst 3 Großprojekte:

1. Entlassungen:
Gestern wurde bekannt, dass bei der verlustreichen, britischen RWE Tochter npower bald die ersten Köpfe rollen. 2500 der rund 9500 Mann starken Besatzung müssen vermutlich das sinkende Schiff verlassen.

2. Kernspaltung
RWE denkt sich: lass uns doch alle kranken Körperteile amputieren, dann hat der traurige Rest eine bessere Überlebenschance. Nach diesem Motto wird der RWE- Konzern in eine Öko- und eine Schmutz-Strom Sparte aufgeteilt. Der Neuling Newco wird dann an die Börse gebracht und soll frisches Geld einsammeln.

3. Einsparungen
Mitte Februar verkündete RWE seinen Aktionären die Hiobsbotschaft: Es gibt keine Dividende mehr. Wo kein Erfolg ist, kann auch keine Erfolgsbeteiligung fließen. Eigentlich logisch, aber diese Botschaft war natürlich nicht gerade vertrauensfördernd.

Ich weiß wirklich nicht, wie Peter Terium morgen bei den RWE- Investoren und der Belegschaft für positive Vibes sorgen will. Was denkt ihr? Knallen bei RWE alle Sicherungen durch, oder gibt es noch Hoffnung für den Stromerzeuger?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/rwe-englaender-verlassen-das-sinkende-schiff/

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