Deutschland 30: In Fahrt dank Autoaktien?

3872335_1_0525HA-SEIFENKISTE-TJO3Gestern gings wieder rund in Deutschland: In Landshut wurde eine Garage voll Geldfälscher mitsamt Tintenstrahldruckern und Lamborghini ausgehoben und in Berlin ertappte die Polizei den Grünenpolitiker und Bundestagsabgeordneten Volker Beck mit 0,6 Gramm Crystal Meth. Dazu las ich auf Twitter den Schenkelklopfer des Tages: “Sollten Grüne nicht kiffen? Früher war alles besser #breakingbeck”.

Und heute? Heute eröffnet der Genfer Autosalon. Ganz solides Business und total skandalfrei (schmunzel). Aber auf jeden Fall ein guter Grund, um BMW, VW, Mercedes & Co. mal ins Rampenlicht zu stellen. Was da blitzt und funkelt hat teilweise, wie VW beweist, ganz schön Dreck unter der Motorhaube. Dennoch zählten Auto-Aktien gestern zu den Selbstläufern an der Börse. Das lag an den Top-Verkaufszahlen der Branche im Februar. In Deutschland brachten die Dealer fette 12 Prozent mehr Neuzulassungen auf die Straße, in den USA immerhin 8 Prozent.

Diese 8 Prozent Plus kommen allerdings nicht aus deutschen Auto-Manufakturen, sondern von GM, Ford, oder Toyota. Denn seit dem Dieselgate-Skandal finden die Amis Autos Made in Germany ziemlich “disgusting”. Schließlich haben Winterkorn und all die anderen VW-Schummler eine ganze Nation betrogen und unser Qualitäts-Image ordentlich in den Dreck gezogen. Das verzeihen die Amerikaner uns nicht so schnell und boykottieren deutsche Automarken.

VW verbuchte einen Einbruch von 13 Prozent. BMW setzte 12 Prozent weniger Autos ab, Daimler verkaufte 0,5 Prozent weniger. Ob BMW kurz vor seinem 100. Geburtstag am 7. März dennoch Grund zum Feiern hat? Daimler hat da schon ne tolle Geburtstagsüberraschung parat. Der Stern-Konzern lädt BMW-Mitarbeiter zum Gratis-Besuch ins Mercedes-Museum ein und serviert den ersten 50 von ihnen Saure Nierle zum Dank. Kein Scherz, sondern eine liebevolle Stichelei der Stuttgarter gegen die Bayern.

Noch mehr Lacher gabs während der Präsentation von VW-Vertriebschef Jürgen Stackmann in Genf. Der britische Komiker Simon Brodkin tauchte plötzlich im Blaumann auf der Bühne auf und wollte in den vorgestellten VW up! eine “Cheatbox” – also Schummelbox- einbauen.

Echte Grinsefalten bekamen die Wolfsburger jedoch gestern vor dem bochumer Landgericht. Im bundesweit ersten Prozess, bei dem ein geprellter VW-Tiguan-Käufer sein Autohaus auf Umtausch seines Schummel-PKW’s wegen “erheblicher Mängel” verklagen wollte, sind die Richter skeptisch. Mängel ja, erheblich: nein. So lautet die erste Einschätzung der Herren in Robe.

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