VW: Winterkorn gehts an den Kragen

4.19-training-2Bei VW geht es jetzt nicht nur den Diesel-Stinkern an den Kat(alysator), sondern Managern Winterkorn und Müller an den Kragen. An einem US-Gericht in San Francisco reichten geschädigte Autobesitzer, Autohäuser, geprellte Aktienkäufer und opportunistische Schlitzohren eine Sammelklage gegen das Top-Management des Autobauers ein.

Ihnen wird vorgeworfen, das “dreisteste Firmen-Verbrechen der Geschichte” begangen zu haben. Von 2009 bis 2015 hat VW eine Schummel-Software in rund 580 000 Diesel-Autos in Amerika installiert, um die Abgastests zu manipulieren und der Öffentlichkeit vorzugaukeln, dass sie “saubere” Diesel-Autos produzieren.

Die Vorwürfe gegen die Wolfsburger sind heftig: “Volkswagens illegaler Komplott entstand aus Gier und der Ambition, den weltweiten Automarkt um jeden Preis zu dominieren”, heißt es in den Klageschriften.

22 US-Anwälte werden das Who-is-Who der Autobranche in den kommenden Monaten ordentlich ins Schwitzen bringen. Die Anklageliste richtet sich nämlich nicht nur an Martin Winterkorn und seinen Nachfolger Matthias Müller, sondern auch an Audi-Boss Rupert Stadler, Michael Horn (VW USA), Frank Tuch (VW-Qualitätssicherung), Bosch-CEO Volkmar Denner, Detlev von Platen (Porsche Amerika), Scott Keough (Audi Amerika) sowie die damaligen VW-Ingenieure Ulrich Hackenberg und Wolfgang Hatz.

All diese Herren können theoretisch mit einer fetten Strafe rechnen und müssen im schlimmsten Fall sogar mit ihrem Privatvermögen haften. Die meisten Manager-Haftpflichtversicherungen decken nur bis zu 500 Millionen Euro. Die genaue Schadenssumme steht noch nicht fest, könnte sich aber im Milliardenbereich bewegen, meinte ein US-Anwalt. Ob die Villa, die Klunker der Gattin und der private Fuhrpark von Winterkorn & Co. reichen würden, um sich aus der Angelegenheit freizukaufen?

Naja, wir wollen ja nicht ganz so schwarz sehen. Bis zum Urteil vergehen sicher noch ein paar Monate, denn die Horde von US-Anwälten durchschnüffelt wahrscheinlich alle verfügbaren Unterlagen bis zum letzten Schnipsel. Die VW-Soap wird uns also noch einige Zeit entertainen und wir fragen uns: was tun mit der Aktie? Die Börsianer, die auf “short” (Kursverlust) gesetzt haben, dürften bis jetzt zu den wenigen Gewinnern des Skandals zählen.

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