BASF will nicht mitspielen

0159fd1c-fd14-4f0b-b213-39d133d87ebbIch kann nicht anders: Bei BASF denke ich immer noch zuerst an Mixtapes. Kennt ihr noch diese kultigen Kassetten, die zu Omas Zeiten total angesagt waren? Damit konnte man die wöchentliche Radio-Hitparade aufnehmen. Oder seiner Liebsten ein Love-Mix tapen.. Im Jahr 2016 ist BASF weniger romantisch unterwegs. Der Chemiekonzern verdient seine Euros vor allem mit der Produktion von Kunststoff, Farben, Chemikalien, Öl und Gas.

Öl und Gas? Bei vielen von euch düften jetzt die Alarmglocken ganz laut bimmeln. Die niedrigen Energie- und Rohstoffpreise füllen schon seit Monaten die Schlagzeilen und sorgen für Rekord-Verlusten bei BP, Shell und anderen energieabhängigen Industriezweigen. Bei BASF hätte ich eigentlich gedacht, dass der niedrige Ölpreis für sprudelnden Gewinne sorgt, denn für die Produktion von Plastik wird ganz schön viel Schmierstoff benötigt. Aber: Pustekuchen, BASF macht nämlich nicht nur einen auf Kunststoff und Chemie, sondern besitzt mit seiner Tochter Wintershall einen eigenen Öl-und Gasförderer, der momentan ordentlich Verluste einfährt. Das Minus, das das Gasgeschäft in die Bilanz reißt, kann auch ein leichtes Plus im Plastikgeschäft nicht wettmachen.

Dazu kommt noch, dass BASF sich vom derzeitigen Übernahme-Rausch in der Branche einfach nicht anstecken lassen will. Spielverderber! Erst vor Kurzem sind die zwei Chemiegiganten Dow Chemical und Dupont zu einem neuen Mega-Konzern verschmolzen, der BASF von seinem Thron als Weltmarktführer stoßen wird und man munkelt, das das erst der Anfang des “Großen Fressens” im Chemiekasten ist.

Doch BASF Chef Kurt Bock hat keinen Bock. Statt seine Muskeln ein bisschen spielen zu lassen und wenigstens einen klitzekleinen Übernahmedeal einzutüten, schaut er lieber zu, wie andere ihm die Sahnestücke wegschnappen. Dabei hätte sein Konzern etwas Rückenwind von profitablen Zukäufen durchaus nötig, wenn er nicht aus eigener Kraft wachsen kann.

BASF warnte seine Fans bereits im Januar vor den drohenden Verlusten aufgrund des schleppenden Öl- und Gasgeschäfts und rechnet fürs letzte Jahr mit 1,4 Milliarden weniger Gewinn und einem Umsatzrückgang von rund 5 Prozent auf 70,4 Milliarden Euro. Dieses SOS-Signal hat viele Analysten und Anleger verschreckt und ich vermute, dass Herr Bock bis morgen Früh keinen Masterplan aus dem Ärmel schütteln kann, der den Aktionären Dollarzeichen in die Augen zaubert.

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