Bayer: Innovation gesucht

aIch bin mir ganz sicher: ich werde verfolgt. Von deutschen Unternehmen. Sogar auf meinem Business / Fun- Trip nach Amsterdam stellen sie mir nach. Eigentlich hatte ich nur vor, tolle Leute zu treffen, total kreativ zu sein, “lekker” zu Essen und ein paar Heinekens zu zischen, doch ohne Bayer und die Deutsche Telekom wäre mir das wohl nicht so gut gelungen. Ohne meinen Telekom-Internetstick hätte ich diesen Artikel nicht pünktlich online gekriegt und ohne Bayer’s Aspirin hätte ich diese Zeilen überhaupt nicht aufs Papier gebracht. Heineken-Kater lässt grüßen..Autsch!

Der Gipfel ist aber, dass beide Unternehmen morgen vor Börsenstart ihre Jahreszahlen präsentieren und ich euch die Hintergrundinfos dazu füttern darf. Aber gut, ich tus mit Liebe- und Kopfschmerzen..Toller Übergang zu Bayer! Der Aspirin-Hersteller, der in seiner Chemie-Küche neben Medikamenten auch Düngemittel und Saatgut fabriziert, hat schwer zu kämpfen, denn in der Pharmabranche herrscht das große Fressen. Megafusionen wie zuletzt die von DuPont und DowChemical, oder Allergan “Botox” mit Pfitzer “Viagra” (was gibt das denn? Einen faltenfreien ihr-wisst-schon-was?) sind total angesagt. Dabei geht es um Kosteneinsparungen, aber auch um Wachstumschancen. Die Pharmaindustrie leidet unter der Billig-Generika-Konkurrenz und dem Druck, schnell neue Produkte auf den Markt werfen zu müssen.

Wenn die Firmen das Forschungs- Know-How nicht selbst im Haus haben, müssen sie eben auf Shoppingtour gehen. Einen besonders großen Übernahme-Appetit haben momentan die Chinesen. Chinas Chemieriese ChemChina bot erst vor Kurzem 43 Milliarden Dollar für den Schweizer Pflanzenschutz-Weltmarktführer Syngenta und könnte noch weitere Zukäufe planen. Bayer hätte Syngenta ganz gut brauchen können, um sein Agrar-Business zu pushen, aber die Deutschen waren nicht flott genug und jammern jetzt, weil ChemChina ihnen den Deal weggeschnappt hat.

Bayer hat mit Medikamenten wie Aspirin, dem Gerinnungshemmer Xarelto, dem Krebsmittel Stivarga und einer Hand voll anderer Wundermittel ein paar “Blockbuster” am Start, die verlässlich Geld in die Kassen spülen. Aber das wars auch schon. Von Innovation ist bei den Leverkusenern nicht viel zu sehen.

Als weitere Bedrohung werden mögliche Umsatzeinbrüche in China und den USA gesehen. Vor allem in Amerika planen Politiker, die Preisgestaltung für Medikamente zu regulieren und Wucherpreise zu verbieten.

Experten rechnen damit, dass Bayer morgen eine eher kränkliche Bilanz vorlegt, seine Geschäftsziele mit 19 Prozent mehr Umsatz allerdings erreicht hat. Mehr aber auch nicht. Die Aktie leidet schon seit einem Jahr an schmerzhaften Kursverlusten. Ob unerwartet gute Nachrichten dem Patienten morgen wieder auf die Beine helfen?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/bayer-innovation-gesucht/

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