Asien mischt auf

20882Was für ein Wochenstart! Während unser DAX noch in den Federn lag, schoss ausgerechnet der japanische Börsenindex Nikkei mit 7,2 Prozent in die Höhe und zog den DAX um derzeit 2,5 Prozent mit nach oben. In den letzten Wochen kamen vor allem Negativ-News aus Asien über den Ozean geweht und sorgten für einen weltweiten Kurs-Verfall. Das könnte heute anders sein. Viele Analysten glauben, dass die guten Vibes aus Tokio auch in Frankfurt für Partystimmung sorgen könnten. Die Börsianer haben nämlich momentan ein extrem dünnes Nervenkostüm. Jede Neuigkeit, die irgendwas mit Konjunktur, Ölpreis, China oder Amerika zu tun hat, wird gedreht, gewendet, analysiert und interpretiert. Warum so sensibel? Die Finanzwelt will endlich wissen, wie es nun wirklich um die wirtschaftliche Entwicklung der Welt bestellt ist.

Soweit, so logisch. Doch was heute Morgen in Japan geschah, krieg ich irgendwie intellektuell nicht verarbeitet. Die japanische Wirtschaft schrumpfte in den letzten 3 Monaten um 1,4 Prozent (Analysten hatten mit 1,2 Prozent gerechnet) und die asiatischen Händler knallen mit den Korken. Verkehrte Welt! Die meisten Experten tippen auf eine rein technische Korrektur. Damit meinen sie, dass der japanische Index nach Wochen im Tiefflug einfach mal einen Top-Tag nötig hatte. Vielleicht vergleichbar mit dem JoJo-Effekt nach einer Diät, wenn Frau / Mann sich nach wochenlanger Saftkur endlich wieder genüsslich ein Snickers reinpfeift.

Von brandheißen Neuigkeiten aus Asien schwupp, ein fliegender Wechsel zu einem unsererDAX-Allstars: HeidelbergCement. Morgen ist nämlich D-day für den Baustoffkonzern aus, ja genau: Heidelberg. Die Jungs präsentieren dann ihre Resultate für 2015 und ihr wollt sicher wissen, wie es um die Betonmischer bestellt ist. Das Unternehmen macht sein Hauptgeschäft in den USA und Europa und ist deshalb von der Krisenstimmung in China kaum betroffen.

Der Konzern profitiert von den niedrigen Energiepreisen und dem milden Wetter in Europa. Bei Plusgraden können die Baumeister betonieren, was das Zeug hält und müssen in vielen Regionen keine Winterpause einlegen. Da fließt der Zement und Heidelberg freut’s!

Zäh entwickelt sich dagegen das Geschäft in Osteuropa und den sogenanntenSchwellenländern, wie beispielsweise Indonesien. Schwellenländer sind Ex-Entwicklungsländer, die sich auf dem Weg zur Industrienation befinden. In Indonesien lässt der erwartete Ausbau der Infrastruktur (wie z.B. dem Straßenbau) auf sich warten und sorgt für einen leichten Knick in der Gewinnkurve des Unternehmens.

Um sich trotzdem einen Platz unter den Top-Zement-Unternehmen dieser Welt zu sichern, plant HeidelCement die Übernahme seines italienischen Konkurrenten Italcementi. Der Milliardenzukauf soll für Kosteneinsparungen, schnelleres Wachstum und einen größeren Marktanteil am Beton-Kuchen sorgen.

Experten erwarten ein zweistelliges Umsatzwachstum und einen höheren Gewinn als im letzten Jahr. Wir sind schon gespannt, ob der Baustoffkonzern den Markt morgen aufmischen kann!

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