TUI: Mit Traumschiffen auf Erfolgskurs

traumschiffWeht Sturmtief “Ruzica” euch auch schon die Clown-Locken vom Kopf? Auf der Suche nach Hintergrundinfos zu diesem exotischen Sturmtief-Namen überraschte mich die Google Bilder-Suche übrigens mit ähmm.. aufschlussreichen… Ergebnissen.. Aber gut, zurück zum Thema. Während hier in Bayern totale Flaute herrscht, werden im Karnevals-Delta Köln / DüDo / Mainz ganze Umzüge abgesagt, oder finden in abgespeckter Version statt. Dann bleibt uns nur: rein ins Hasenkostüm, Ohren steif halten und ab in die nächste Eckkneipe. Oder ihr machts euch mit unserer geliebten App gemütlich und träumt von Sonne, Strand und Urlaubs-Aktien!

Denn Tui, der weltgrößte Reisekonzern mit deutschen Wurzeln, lässt uns morgen Früh vor Börsenstart in seine Bilanz-Bücher schauen. Der Aktienkurs des Reiseanbieters schwappte in den letzten zwölf Monaten in leichten Wellenbewegungen auf- und ab. Geldverdienen konnte man mit dem Tui-Papier jedenfalls nicht. Doch 2016 ist angeblich Ende mit der Flaute! Der Konzern, zu dem auch Tui Cruises und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gehören, setzt in diesem Jahr auf das Trend-Segment “Vergnügungsfahrten auf See”, wie das früher so schön hieß. Noch vor ein paar Jahren war das Ruder der Traumschiff-Dampfer noch fest in Händen von partyhungrigen Rentnern, doch jetzt kommt Bewegung an Bord.

Ein immer jüngeres Publikum quetscht sich mit bis zu 5000 Mitreisenden wochenlang in kleine Kabinen und genießt für viel Geld bayerische Abende in der Karibik. Ihr seht schon, für mich wären zwei Wochen Dampfer echt killing, aber gut. Der Trend ist ungebrochen und Kreuzfahrten gelten als DER Wachstumstreiber für Tui und ein Ende des Booms ist noch lange nicht in Sicht. So hat sich das Ergebnis aus dem Kreuzfahrtgeschäft im vergangenen Jahr auf 80 Millionen Euro verachtfacht. Allein die Tochter Tui Cruises, ein Joint Venture mit dem US-Wettbewerber Royal Caribbean, verdiente 37 Millionen Euro mehr.

“Schiff, ahoi!” denkt Tui und lässt derzeit zwei neue Riesen-Kutter mit je 1250 Kabinen bauen. Die Bötchen, die noch in diesem Jahr die Weltmeere unter den klangvollen Namen “Mein Boot 5” und “Mein Boot 6” erobern sollen, kosten ein paar hundert Millionen Euro pro Stück, aber bei rund 2 Millionen Passagieren 2016 muss Tui an seinen Kapazitäten schrauben. Weltweit sollen bis 2022 rund 45 neue Kreuzfahrtschiffe das Licht der Werft erblicken. Das wären gut zehn Prozent mehr Schiffe, als derzeit auf den Weltmeeren unterwegs sind.

Neben dem Wachstumssegment Cruises gibt es natürlich auch Sorgenkinder in der Branche. Dazu zählen Reisen in die krisengeschüttelten Regionen Türkei, Ägypten, oder Tunesien, vor denen Touristen aus Angst vor Anschlägen einen großen Bogen machen. Kein Problem für Tui: man setzt auf ein baldiges Comeback der einstigen Lieblings-Urlaubsziele der Deutschen und probiert in der Zwischenzeit alternative Mittelstrecken-Ziele wie Spanien, oder die Kapverdischen Inseln, zu hypen. So habe die Tui AG nach dem Absturz eines russischen Charter-Flugzeugs über dem Sinai als Ersatz für dieses Ziel zusätzlich für 26 Millionen Euro Zimmerkontingente in Spanien gesichert. So einfach geht das! Schwupp, einfach umbuchen, die Sinai-Touristen! Spanien hat ja auch seinen Reiz.

Wenn ihr jetzt Lust auf Sommer-Sonne-Strand bekommen habt, könnt ihr entweder schnell ins nächste Reisebüro flitzen- oder Tui auf eure Trade-Liste für morgen packen.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/tui-mit-traumschiffen-auf-erfolgskurs/

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