Luftfahrt-Aktien: Nichts für schwache Nerven

Pilot Ed Hamill turns his Air Force Reserve stunt plane upside down to get a better look at four F-15E Strike Eagles approaching from the rear.  Mr. Hamill was participating in a two-day air show on at Seymour Johnson Air Force Base, N.C., April 25 and 26 that attracted more than 100,000 spectators.  (U.S. Air Force photo)

Aussteigen oder Aufsteigen?

Wer bei Irland nur an Schafe, Bier und Butter denkt, der täuscht sich gewaltig. Der kleine Inselstaat ist vor allem für amerikanische Firmen sowas wie die Brücke zu Europa. Man spricht die gleiche Sprache (auch wenn es sich manchmal nicht so anhört) und zahlt momentan noch paradiesisch wenig Steuern. Über 1000 ausländische Unternehmen sind derzeit in Irland tätig, darunter Big Boys wie Google, LinkedIn, Facebook und natürlich der irische Lokalheld Ryanair.

Der Billigflieger mit Sitz in Dublin ist heute unser Überflieger: Ryanair präsentierte seine letzten Quartalszahlen und konnte seinen Gewinn gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von 49 Millionen auf 103 Millionen Euro verdoppeln. Die Erklärung für dieses Top-Ergebnis ist eigentlich ganz einfach. Kerosinpreise im Keller, Maschinen bumm voll. Der niedrige Ölpreis, der anderen Industriesparten schwer zu schaffen macht, beflügelt das Luftfahrtgeschäft. Denn das Geld, das die Airline beim Tanken ihrer Maschinen sparen kann, gibt sie in Form von verbilligten Flugtickets an ihre Passagiere weiter.

Das Beste daran: die Schnäppchenjagd hat gerade erst begonnen! Ryanair-Chef Michael O’Leary verspricht weitere Preisnachlässe auf Tickets von rund 6 Prozent. Das bedeutet für uns: statt für 19,99 Euro könnten wir schon bald für 18,88 Euro in den Oster-Urlaub starten. Den gesparten Euro verjubeln wir dann an Bord für eine Packung Tic Tac. Oder legen noch 4 Euro für nen Cheesburger drauf.

Aber gut, mich jucken schon die Finger und ich muss mich sehr beherrschen, um nicht gaaanz kurz mal auf ryanair.de einzuchecken. Das Wetter heute ist ja auch zum Davonfliegen, oder? So wie ich denken laut O’Leary im Gesamtjahr noch 108 Millionen weitere Fluggäste. Das wären satte 26 Prozent mehr als noch im letzten Jahr.

Doch vom billigen Öl profitiert nicht nur Ryanair, sondern die gesamte Branche. Und so kommt es, dass sich das einstige DAX-Kellerkind Lufthansa im Januar zu einem unserer Börsen-Favoriten gemausert hat. Und das könnte erst der Anfang sein. Das Unternehmen hat endlich seine chronische “Streikeritis” überwunden und fliegt zumindest bis zum Sommer wieder planmäßig. Die Streiks der letzten Jahre haben die Kranich-Airline schätzungsweise rund eine halbe Milliarde Euro gekostet. Da kamen die Einsparungen von 800 Millionen Euro an der Kerosin-Tankstelle gerade recht.

Die Lufthansa fliegt derzeit im Vergleich zur Billig-Konkurrenz, die auf Tickets zu Dumping-Preisen setzt, einen ganz anderen Kurs. Man will sich als Premium-Airline positionieren und Passagieren ein “ganz besonderes Flugerlebnis” bieten. Dazu zählen auch weiterhin gratis Getränke und Cheesburger zum Nulltarif, aber auch mehr Kulanz bei Umbuchungen in Notfällen.

Viele Experten glauben, dass die Kranich-Aktie noch Luft nach oben hat, aber warnen auch vor Turbulenzen aufgrund des schwankenden Ölpreises. Nichts für schwache Nerven, die Luftfahrt-Aktien!

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