Infineon: Gut gerüstet unterwegs

infiIch bin mir sicher, dass fast jeder von euch ein Stückchen Infineon besitzt. Damit meine ich keine Firmenanteile (die dürft ihr aber gerne gleich traden), sondern kleine Hardwareschnipsel, genannt “Halbleiter”, die in keinem Smartphone oder halbwegs hippen Auto fehlen dürfen. Diese Mikro-Computerchips, die ein bisschen so aussehen wie Pringles auf Speed, werden beispielsweise in Einpark-Assistenten, Airbags oder in Speicherkarten verbaut.

Einer der weltweit wichtigsten Hersteller dieser Allzweckwaffen ist der deutsche Konzern Infineon, der morgen vor Börsenstart seine Quartalszahlen präsentieren wird. Wie ihr euch schon denken könnt, haben die Experten hohe Erwartungen an ein Unternehmen, dessen Produkte für Zukunftstrends wie Connected Cars, intelligente Haushaltsgeräte und natürlich Smartphones eingesetzt werden. Doch es gibt auch Analysten, die genau darin ein Problem sehen. Denn niemand kann vorhersagen, ob beispielsweise die “vollautomatische Fahrerüberwachung” im Auto tatsächlich ein Verkaufsschlager wird.

Dabei filmt eine Kamera den Fahrer und erkennt, wenn sich die Augenlider schließen oder der Kopf nach vorne fällt. In zwei bis drei Jahren soll die neue Technik von Infineon in Serie gehen und für weniger Suffkopf-Unfälle im Straßenverkehr sorgen. Und was passiert dann beim Knutschen auf dem Fahrersitz? Geht der Alarm los? Knallt uns der Airbag um die Ohren? Macht unser Connected Car ne Vollbremsung? Oder dürfen wir uns einfach über romantisches Filmmaterial freuen, das die Autokamera für uns dreht?

Aber gut, zurück zur Sache. Mehr Sorgen als die Knutsch-Problematik bereitet den Analysten, dass im Falle einer weltweiten Wirtschaftskrise Konsumenten vor allem beim Kauf von teuren Elektro-Gadgets und Autos sparen würden. Dann hätte Infineon als Wachstumsbranchen-Liebling natürlich ein Problem.

Doch wir wollen nicht gleich den Teufel an die Wand malen, denn im letzten Jahr zählte Infineon zu unseren absoluten DAX-Lieblingen und der Konzern scheint auch in den letzten drei Monaten aufs richtige Pferd gesetzt zu haben. Die Münchener sind aufgrund ihres starken Automobil-Chip-Geschäftes weniger abhängig von Smartphone-Herstellern, wie beispielsweise Apple geworden, die Chip-Produzenten aufgrund der schleppenden iPhone-Verkaufszahlen wenig Freude bereiten. Laut Infineon stecken in heutigen Autos Halbleiter für rund 340 Dollar. Bei den Elektroautos der Zukunft soll es mehr als doppelt so viel sein. Entsprechend gut sind die langfristigen Perspektiven von Infineon.

Konkurrenten wie ASML oder Xinlinx präsentierten bereits in den letzten Wochen glänzende Zahlen. Was meint ihr? Gibt der Halbleiter-Konzern Infineon morgen Vollgas?

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