Willkommen im Bärenmarkt!

teddyAn manchen Tagen bin ich froh darüber, dass ich BUXer und kein Börsianer bin. Die derzeitige Börsen-Achterbahn muss doch auch den erfahrenen Gurus enorm aufn Zeiger gehen, oder? Was soll man denn überhaupt noch traden, wenn alle Aktien tief in den roten Zahlen stecken? Gestern unterbot der DAX sogar seinen Tiefststand von 2015 und schlitterte 2,8 Prozent bergab auf das Niveau von Dezember 2014.

Somit sind wir jetzt übrigens offiziell im Tal des Bären angekommen. Von “Bärenmarkt” sprechen die Börsianer, wenn ein Index, wie beispielsweise unsere Deutschland 30, von seinem Hoch 20 Prozent gefallen ist. Was Anfang Januar als leichte Verstimmung begann, entwickelt sich langsam zu einer Panikwelle unter Anlegern und Börsianern, die versuchen, ihre letzten Schäfchen noch ins Trockene zu bringen, ehe alles eventuell noch schlimmer kommt.

Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung Chinas, deren Industrie viel langsamer wächst als erwartet und der bohrlochtiefe Ölpreis sind die Hauptgründe für das ganze Schlamassel. Und hängen sogar miteinander zusammen. Es ist noch früh am Morgen, aber ich probiers trotzdem mal mit einem kleinen Weltwirtschafts-Update.

Also: mit China läufts nicht so dolle. Die Fabrikschlote qualmen nur halb so schwarz wie in guten Zeiten, die Löhne steigen und viele Unternehmen stecken bis zum Hals in Schulden, da die Regierung und Banken des Landes leichtfertig ungedeckte Kredite vergeben haben, die nicht mehr zurückgezahlt werden können. Viele Firmen sind gezwungen, dicht zu machen, oder zumindest ihre Produktion runter zu schrauben. Das Land benötigt insgesamt also weniger Rohstoffe, vor allem Öl.

Weniger Nachfrage, weniger Angebot, sollte man denken. Normal schon, nur bei den Öl-Exportierenden Ländern (Opec) wie Saudi-Arabien geht diese Gleichung momentan nicht auf. Die Scheiche knallen die Pipelines voll und dabei ist es ihnen Schnuppe, ob noch irgendein Land auf dieser Welt ein paar Fässer Schmierstoff benötigt oder nicht. Alles was zählt ist, die Welt-Ölherrschaft. Die Araber wollen Öl-Produzenten mit weniger gut gefüllten Bankkonten und höheren Förderkosten, wie beispielsweise Venezuela, buchstäblich den Hahn abdrehen. Wenn der Ölpreis noch weiter fällt, lohnt sich die Produktion nämlich sowieso nicht mehr. Nur eine Frage der Zeit. Wie die Ölschlacht ausgeht ist völlig ungewiss. Ich vermute, dass wir in der BUX-App bei “Öl” noch länger auf den “abwärts” Pfeil tippen werden. Vielleicht können wir dem schmierigen Drama so wenigstens noch was abgewinnen…

Bleibt noch ein “goldener” Tipp zum Schluss. Einige Experten raten zum Sprung in den sicheren Hafen: Gold. Oder Platin. Oder Silber. Alles gut, alles relativ wertbeständig. Nach dem Motto “die letzten werden die ersten sein” könnten die Preise für Edelmetalle, die in den letzten Jahren auf der Verlierer-Seite standen, ein echtes Revival erleben. Gold gewann gestern rund 2 Prozent da viele verunsicherte Anleger aus blanker Panik dachten: zum Teufel mit den Aktien! Gold bringt zwar keine Zinsen, aber ich hab wenigstens einen Notgroschen unterm Kopfkissen.

Mein alter Esoterik-Freund meinte immer: in jeder Krise steckt auch eine Chance! Wahrscheinlich hat er recht. Nur wo die Chance steckt, wissen wir momentan noch nicht so genau. Happy Trading!

 

 

 

 

 

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/willkommen-im-baerenmarkt/

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