Frostige Aussichten

Guy-Stuck-In-SnowAuf die Gefahr hin, dass ich mir gleich mal Feinde mache: ich hasse Winter! Ich bin dieses Jahr von Amsterdam ins bayerische Voralpenland gezogen. Schöne Natur, Skifahrer, Idylle und so, dachte ich mir. Nix davon! Seit die langersehnten Flocken rieseln, nähert sich meine Laune dem Gefrierpunkt. Das Drama fängt schon morgens an, wenn der Hausmeister Punkt 04.15 Uhr vor meinem Schlafzimmerfenster schneepflügt (Gesetzte, muss sein, aha). Bäng, wach! Dann noch 15min Auto-kratzen, da mein Senioren-Mobil von Opel mit hohem Einstieg nicht in den teuren Duplex-Garagenplatz passt, und draußen überwintern muss. In Amsterdam stressten mich die illegalen Rauchwaren, die Touristen in unserem Garten entsorgten, hier sinds die (Natur-) Gesetze.

Ich kann dem Aktienmarkt nur raten, heute ganz freundlich und möglichst besser gelaunt in den Tag zu starten, als letzte Woche! Mehr als 11 Prozent hat der DAX (Deutschland 30) seit Jahresbeginn schon verloren und auch die amerikanische und asiatische Börsenwelt stecken in einer schweren Winterdepri. Zumindest aus den USA droht heute keine Gefahr: wegen des Martin Luther King Day bleibt die Wall Street dicht.

Doch schon morgen gehts wieder rund in Amerika. Die Berichtsaison ist in vollem Gange und viele der Big Boys lassen uns diese Woche einen Blick in ihre Kasse werfen. Den Anfang machen morgen Netflix, Ebay, Delta, Morgan Stanley und Unilever. Im Lauf der Woche öffnen dann noch große Namen wie Goldman Sachs, Schlumberger, Starbucks und unsere badischen Softwareentwickler von SAP ihre Bücher. Könnte also spannend werden und vielleicht endlich für ein paar positive Vibes auf dem Börsenparkett sorgen!

Am Donnerstag ist dann Super Mario angesagt! Ne, ich meine keine Game-Session mit kleinen, hüpfenden Männchen, sondern die Rede des Chefs der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi. Er wird sich zur Geldpolitik der EZB in Europa äußern. Experten erwarten keine großen Überraschungen, wie etwa eine Anhebung der Zinsen. Solche Maßnahmen verkneift sich Draghi wahrscheinlich bis zur nächsten Sitzung im März, wenn sich die Aktienkurse und der Ölpreis (hoffentlich) wieder etwas entspannt haben.

Für Hochspannung sorgte dagegen Freitagnachmittag noch eine Meldung über die Deutsche Bank. Schummel-Software ist scheinbar derzeit nicht nur bei Automobilherstellern mächtig angesagt, sondern auch bei Bankhäusern. Kaum zu glauben, aber die DB soll doch tatsächlich beim Ausführen von Devisen-Geschäften Kunden mit einer Zeitverzögerungs-Software betrogen haben. So wurden Währungs-Käufe wie beispielsweise Dollar, Euro oder Yen von der Deutschen Bank möglicherweise zu schlechteren Kursen oder verspätet ausgeführt, um sich selbst auf Kosten der Kunden zu bereichern. Die Sammelklage gegen die Großbank wurde angeblich bereits im Dezember an einem New Yorker Gericht eingereicht, kam aber erst jetzt durch einen Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” ans Licht. Die DB weist natürlich jegliche Vorwürfe zurück.

Wir warten gespannt auf die erste Schummel – Waschmaschine, das erste Schummel-Smartphone und: das Ende dieses frostigen *****-Winters!

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