Alles Banana bei Carrefour?

january-grocery-blog-179Heute gibt es neben der üblichen Börsen-News auch einen Kino-Tipp! Die amerikanische Börsen-Komödie “The Big Short”, die von der weltweiten Finanzkrise 2008 handelt, feiert heute Premiere in den deutschen Kinos. Hätten wir vor knapp 10 Jahren gedacht, dass wir jemals Popcorn-knabbernd über die Immobilienblase lachen würden, die vielen Amerikanern ihren Bungalow und einigen von uns den Schlaf gekostet hat? Nee, wohl eher nicht.

Doch der Film könnte eventuell noch mehr bewirken, als nur gefüllte Kinokassen. Es gibt Theorien, nach denen Börsenfilme die Aktienkurse tatsächlich beeinflussen, denn in der Vergangenheit folgten Wall Street Blockbustern oft herbe Verluste in New York. Rund um die Dotcom-Blase Anfang der 2000er kamen beispielsweise ungewöhnlich viele Börsen-Filme (“Boiler Room”, “The Bank”…) in die Kinos und was folgte? Der Crash. Kann Zufall sein, muss aber nicht.

Wer von euch eher an handfeste News glaubt, für den haben wir noch ein Quartalszahlen-Update, denn die Berichtsaison- die Stunde der Wahrheit für alle Börsen-Unternehmen- hat wieder begonnen! Carrefour präsentiert morgen vor Börsenstart seinen Q4 Umsatz. Der französische Supermarkt-Gigant, der auch in anderen Teilen Europas, in China und Lateinamerika die Einkaufswägen füllt, konnte seine Erlöse trotz schlapper Umsätze in China im dritten Quartal 2015 um 4,2 Prozent steigern und übertraf schon damals die Erwartungen der Analysten.

Vor allem die Europäer plünderten 2015 die Regale und gaben aufgrund gut gefüllte Haushaltskassen mehr Geld für Lebensmittel aus, als in den Jahren zuvor. «Europa ist zur Wachstumsmaschine des Konzerns geworden», sagte Carrefour-Finanzchef Pierre-Jean Sivignon bei der letzten Zahlenvorlage. Insgesamt trägt das Geschäft auf dem alten Kontinent zu rund drei Vierteln zum Umsatz bei.

Doch nur vom Verkauf von Baguettes, Rotwein und Weichkäse wird heutzutage kein Einzelhändler mehr fett. Ein bisschen Online muss schon sein- bislang nicht das Kerngeschäft des Supermarktriesen. Und so kaufte sich Carrfour Anfang Januar das fehlende Know-How und übernahm den Online-Händler Rue du Commerce, der vor allem auf Elektronikartikel, Haushaltswaren und Möbel spezialisiert ist. Ob die Kunden zukünftig die Waren online bestellen und dann bei Carrefour abholen können, oder umgekehrt, ist noch nicht bekannt.

Apropos: ebenso unbekannt ist der Ausgang des Gespräches zwischen VW-Boss Matthias Müller und der Chefin der amerikanischen Umweltbehörde EPA, Gina McCarthy. Der Matthias präsentierte der Gina seine Pläne zur Lösung des Abgas-Skandals aufgrund manipulierter Diesel-Motoren in den USA und bedankte sich anschließend artig für das Treffen. Unmittelbar vor dem Date war bereits klar, dass die Behörde die Pläne aus Wolfsburg (Rückkauf alter Karren, Nachrüstung mit neuem Katalysator..) nicht akzeptieren wird. Aber gut, ein Kaffee mit der EPA- Chefin geht natürlich immer. Wenn auch ohne Resultat. Jetzt muss sich Herr Müller wohl ein anderes Entschädigungs-Paket für geprellte Ami’s ausdenken.

Wir wissen nicht ob “no news is good news” heute auch für den Aktienkurs des Autoherstellers gilt. Ab 09:02 Uhr wird’s wieder spannend!

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