Eon: Neue Energie durch Kernspaltung

cakzSpbWie wärs denn mit einer alten Börsenweisheit zum Lunch? Ich persönlich finde dieses Finanzwelt-Gebrabbel ja eher nervig, aber manchmal ist ja auch ein Funken Wahrheit dabei. Gestern ereignete sich scheinbar der “Turnaround Tuesday”, der Nachfolger des “Black Monday”. Während wir unsere Woche in Party-Wochenende, Montags-Kater, und Mittwochs-Fußball unterteilen, kennen die Börsianer ganz andere Regeln. Demnach denken sich Anleger am Wochenende beim Lesen der Bild am Sonntag oft: “verdammt, hätte ich doch..”, verkaufen ihre Aktien am Montag und nutzen die Kursrückgänge am Dienstag zum Wiedereinstieg. Die Preise ziehen wieder an.

Heute ist Mittwoch und seit dem gestrigen “Turbo Tuesday” befinden sich viele Anteile wieder im grünen Bereich. Ganz oben auf dem DAX-Treppchen steht Energielieferant Eon mit einem Plus von rund 4,5 Prozent. Warum das denn? Ich dachte, der Ölpreis ist im Keller und dem Konzern brechen die Einnahmen weg? Stimmt alles, doch die Großbank UBS glaubt trotz Energiewende und Atomausstieg an den langfristigen Erfolg des Unternehmens und gab eine Kaufempfehlung.

Die Meinung einiger Banker allein reicht scheinbar schon aus, um Eon an die DAX-Spitze zu katapultieren. Schon komisch, oder? Ich wundere mich und recherchiere… was hat der Energielieferant denn wirklich aufm Zähler?
Seit dem 1. Januar gibt es bei Eon eine “neue, grüne” und eine “alte, schmutzige” Welt. In der “alten Welt”, die jetzt Uniper heißt, wird wie eh und je Strom in Kohle – oder Gaskraftwerken produziert. Die grüne “neue Welt”, Eon SE, hat sich zum Ziel gesetzt, mit erneuerbaren Energien Geld zu verdienen. Die interne Trennung, bei der 40.000 Umzugskartons, 1200 Schreibtische und 3200 Mitarbeiter ihren Standort wechselten, ist glatt gelaufen. Doch jetzt geht’s erst richtig los.

Konzernchef Teyssen wollte die Aufspaltung des Konzerns, weil Eons herkömmliche Kraftwerke von neuen Wind- und Solaranlagen, die Billigstrom in die Leitungen pumpen, aus dem Markt gedrängt werden,. Durch die Teilung in “schmutzigen” und “grünen” Strom soll der Energiekonzern seine Kräfte optimal bündeln können. Oder besser gesagt: das was noch an Power in ihm steckt.

Das krisengebeutelte Unternehmen hat 2015 aufgrund der fallenden Energiepreise einen Rekordverlust von 5,7 Milliarden Euro eingefahren und der Aktienkurs kannte nur eine Richtung: abwärts. Jetzt müssen beide Unternehmensteile beweisen, dass sie auch eigenständig Geld verdienen können und zukunftsfähige Konzepte vorlegen. Was meint ihr? Hat der Energieriese noch genug Saft?

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