China-Crash: Wie krank ist der Rote Drache?

maxresdefaultDie Frage, die zu Wochenstart alle bewegt, die zumindest ein Paar Euros in Aktien investiert haben ist: wie geht’s weiter? Während wir noch glücklich sabbernd in den Kissen lagen, wurden letzte Nacht in China die Karten für die neue Börsenwoche gemischt. Der chinesische Index verabschiedete sich mit über 2 Prozent Verlust aus dem Handel. Kein Mega-Crash, aber ein ruppiger Start in den Montag und kein gutes Omen für unser DAX, der letzte Woche mit einem Minus von insgesamt über 8 Prozent historisch bescheiden ins Jahr gestartet ist.

Ein kurzer Rückblick: In China bebte letzte Woche das Börsenparkett. Der Aktienhandel wurde gleich an zwei Tagen (Montag und Donnerstag) kurz nach Handelsbeginn zwangsweise beendet. Bei mehr als 7 Prozent Verlust wird an der chinesischen Börse eine Art Notstopp-Knopf gedrückt und nix geht mehr. Trotz der Zwangspausen verdampften letzte Woche gut 1 Billionen US-Dollar an Marktkapital, also Geld, das Anleger in Firmenanteile investiert hatten.

Auch hierzulande realisierten viele Anleger Verluste und winkten ihren hart verdienten Euros lebe wohl, ehe diese Woche der nächste Tsunami aus dem Reich der Mitte hereinbrechen könnte. Einige Experten raten derzeit sogar dazu, Kasse zu machen solange sich Aktien noch im grünen Bereich bewegen. Es herrscht einfach zu viel Unsicherheit über die wirtschaftliche Situation Chinas.

Ich frage mich: Woher kommt die Panik? An welcher Krankheit leidet die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt denn eigentlich? Viele Insider glauben an einen Ursachen-Mix. Beschränken wir uns mal auf die Top 3 der China-Knaller:

1. Schlappe Konjunktur
Chinas Wirtschaft steuert 2016 nach jahrelangem Boom auf das schwächste Wachstum seit 25 Jahren zu. Das ist eigentlich nichts Neues. Umso überraschender, dass die letzte Woche vorgelegten, enttäuschenden, Konjunkturzahlen zu solchen Börsen-Turbulenzen geführt haben.

2. Aktien statt Prada
Aktien sind bei der chinesischen Bevölkerung schwer angesagt. Statt in Luxusartikel zu investieren, greifen viele Asiaten jetzt zur Aktie. Notfalls auch auf Pump. Der Trend wird sowohl von Banken, die leichtfertig Kredite vergeben, als auch von der Regierung, die Aktienkäufe befürwortet, unterstützt. Zu Zeiten steigender Kurse kein Thema, doch jetzt drohen Zwangsverkäufe, weil viele Anleger aufgrund der Kurs-Flaute ihre Kredite nicht mehr bezahlen können.

3. Pump, die Zweite
Auch viele Unternehmen bekommen leichtfertig Kredite vom Staat oder von Banken, die sie wegen der schwacheren Auftragslage, geringerer staatlicher Förderung und höherer Arbeitslöhne nicht mehr zurückbezahlen können. Eine Firmenpleite löst dann schnell einen ganze Lawine bankrotter Unternehmen aus, die alle als Zulieferer oder Abnehmer voneinander abhängig sind. Ein Defekt in der Nahrungskette, so könnte man das nennen.

Neben den Börsen-Pessimisten, die 2016 aktientechnisch schon abgeschrieben haben, gibt es auch Finanzgurus, die das ganze Spektakel als Überreaktion bewerten. Alles nur psychisch! Der neu eingeführte Notstopp-Knopf, der die schlimmsten Aktiencrashs eigentlich verhindern soll, bewirkt angeblich genau das Gegenteil. Händler und Anleger ergreift die blanke Panik. Das ist so ähnlich, wie euer Rauchmelder, der ohrenbetäubend anfängt zu piepsen nur weil die Nachbarin Pfannkuchen bäckt. Wir bekommen instinktiv Herzklopfen und feuchte Händchen, auch wenn die Ursache des Alarms eher harmlos ist.

So, liebe BUXers. Ich vermute, diese Woche ist wieder Action an der Börse angesagt. Doch Dank der “nach unten” Trade-Pfeile könnt ihr hier bei BUX auch bei fallenden Kursen fett profitieren- nur für den Fall, dass der rote Drache noch länger hüsteln.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/china-crash-wie-krank-ist-der-rote-drache/

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