Ölscheichs auf Sparkurs

geldquelleÖl? Da war doch was? Richtig, der Ölpreis hat in den vergangenen Monaten für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt. Die Preise für das frühere “schwarze Gold” sind aufgrund des Überangebots weltweit im Keller und fielen letzte Woche sogar auf ein neues 11-Jahres-Tief. Heizöl, Benzin oder Diesel sind so billig wie schon lange nicht mehr und unser Geldbeutel freut sich über ein kleines Plus am Monatsende. Zu danken haben wir die extra Euros den Ländern, die ihre Ölquellen auch weiterhin sprudeln lassen, obwohl der Bedarf längst gedeckt ist.

Die gesunkene Nachfrage ist den sogenannten Opec-Ländern (Organisation erdölexportierender Länder) schnuppe. Was zählt, ist den Machtkampf unter den Öl-Ländern zu gewinnen. Dabei dreht sich alles um Förderkosten. In Saudi-Arabien sprudeln die Ölquellen fast zum Nulltarif, während sich die USA abmüht, mit teuren “Fracking”- Verfahren Öl aus Schiefergestein zu pressen. Die Scheiche denken sich: mal gucken, wer den längeren Atem hat! Länder, die am Öltropf hängen und aufgrund ihrer hohen Kosten schon jetzt nichts mehr am Schmierstoff verdienen, wird bald der Atem ausgehen. So hoffen die Opec’s zumindest..

Der niedrige Ölpreis ist sowohl eine Konjunkturspritze als auch eine Konjunkturbremse. Fallende Energiepreise ermöglichen vielen Branchen, die gesparten Ausgaben wie beispielsweise bei Produktionskosten, in andere Bereiche zu investieren. Über sinkende Kosten freuen sich vor allem Energie-Fresser wie die Luftfahrt- oder Chemieindustrie.

Zu den großen Verlierern zählen Ölförder-Konzerne wie BP oder Exxon und Länder, deren Haupteinnahmequelle Öl ist. Dazu zählen beispielsweise Norwegen, Venezuela oder Nigeria, die schon lange nichts mehr am Ölhandel verdienen, weil der Preis einfach viel zu niedrig und die Förderkosten zu hoch sind.

Natürlich müssen auch die Scheiche auf Sparkurs gehen: der Preisverfall reißt ein Loch von 90 Milliarden Euro in die Staatskasse der Saudis. Da kommen selbst die Reichsten der Reichen ins Grübeln und zwingen das Land zum Sparkurs. Die Konsequenz: Ölpreis runter, Steuern auf Tabak und Erfrischungsgetränke rauf. So einfach geht das! Ob diese Sparmaßnahmen genügen, um auch die kommenden Jahre genug Geld in die Kassen der Araber zu spülen, bleibt abzuwarten.

Viele Experten rechnen mit weiter abschmierenden Ölpreisen. Welche Richtung schlagt ihr ein?

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