Schlappe Aussichten für Fitbit?

fitbitNach meinem Amazon-Bekenntnis noch eine Beichte in den letzten Tagen des Jahres 2015. Ich kenne Fitbit nicht. Was machen die eigentlich? Müsli? Autoteile? Hardware? Schuhe? Google sei Dank, weiß ich mittlerweile: Fitbit macht Fitnessuhren (“Aktivitäts Tracker”) und dazu passende Apps, die dein komplettes Leben durchleuchten. Während Google sich mit Daten zu deinen Email-Kontakten, Lieblings-Stars und Unterwäschemarken begnügt, trackt Fitbit dein mehr oder minder aktives Dasein.

Treppenschritte, Pulsfrequenz, Ernährung, Schlafgewohnheiten, JoJo-Kilos: alles wird in dem uhrenähnlichen Ding aufgezeichnet. Ich frage mich ja schon: will ich das alles wissen? Ist das Leben nicht datenbeladen genug? Und will ich meinen Biorhythmus, meine durchzechten Nächte und Schokoladen-Orgien mit einem amerikanischen Unternehmen teilen, das mein Intimleben auf irgendwelchen Serverfarmen abspeichert?

Aber gut, vielleicht muss ich Fitbit auch einfach mal eine Chance geben, denn 4,7 Millionen verkaufte “Wearables” allein im dritten Quartal diesen Jahres können nicht lügen, oder? Die Amerikaner stehen damit sogar auf Platz 1 der Smartwatches-Anbieter, noch vor Apple und Samsung.

Weltweit wurden im letzten Quartal weltweit 21 Millionen Wearables verkauft, ein Anstieg von 197 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einige Marktforscher rechnen sogar für 2019 mit jährlich 126 Millionen verkauften Geräten weltweit- ein gigantischer Zukunftsmarkt.

Wird Fitbit “the next big thing” an der Wall Street oder könnte dem Armbändchen-Hersteller ähnlich wie GoPro (2015: Minus 70 Prozent) die Puste ausgehen? Seit seinem Börsengang im Juni diesen Jahres ähnelt der Kursverlauf meinem Pulsschlag beim Spinning. Am Anfang geht es steil nach oben, dann steil bergab, wieder ein leichter Peak und auf der Zielgeraden? Macht der Fitbit Kurs schlapp. Rund 27 Euro ist das Papier noch wert, im August waren es noch 45 Euro.

Doch woher kommt die magere Performance des Sportarmbands? An den Umsätzen kanns nicht liegen, denn Fitbit’s Umsatz sprang im dritten Quartal von 153 auf 409 Millionen Dollar.
Der Erfolg hatte aber seinen Preis. Explodierende Marketingkosten, mehr Angestellte, höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung. An diesem ganzen Kosten-Paket hat Fitbit schwer zu schleppen und verdient sogar unterm Strich weniger als im letzten Jahr.

Fitbit war am Weihnachtsabend die meist gedownloadete App im Appstore. Ob sich die Beschenkten über ihre Fitbit auch gefreut haben (Liebling, für deine guten Vorsätze im neuen Jahr…) weiß ich nicht, aber ein vielversprechender Sales-Indikator ist das natürlich trotzdem.

Für mich klingt Fitbit nach einem Hype mit begrenztem Haltbarkeitsdatum. Was meint ihr BUXers? Hat Fitbit eine Chance gegen Pulsmesser und Schrittzähler, Apples und Samsungs?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/schlappe-aussichten-fuer-fitbit/

Advertisements
Schlappe Aussichten für Fitbit?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s