Was ist dran an der “Jahresendrally”?

rallyIch bin knall wach! Als ich zu früher Morgenstunde meinen Gutenmorgen-Artikel für euch verfassen wollte, passierte es: Kein Internet! Komplette Verzweiflung, Herzklopfen, beinahe-Nervenzusammenbruch. So ungefähr hat es sich angefühlt, als das WiFi-Symbol auf meinem Laptop hilfesuchend blinkte. Das bewährte Ein / Ausschalten des Modems (der einzige IT-Trick, den ich beherrsche) hat Gott sei dank gewirkt und ich bin wieder mit der (Finanz-) Welt und euch verbunden. Puh, auf den Schreck hin war ich reif fürs Nutellabrot.

Ob der DAX heute auch so aus den Federn katapultiert wird? Er durfte sich ja schließlich über Weihnachten lange genug ausruhen und hat noch dazu Dank Silvester und Neujahr nur eine Mini- Handelswoche vor sich. Am Tag vor Heiligabend standen alle Zeichen auf Weihnachtsrally. Viele Anleger, und auch wir BUXers, warten schon seit November auf die sagenumwobene “Jahresendrally”, dem Kurssprint, den der DAX statistisch gesehen häufig am Ende des Jahres hinlegt. Alles nur Geschwafel, oder ist da was dran?

Ich habe mich mal für euch schlau gemacht und bin gleich auf mein persönliches Missverständnis Nummer 1 gestoßen. Die “Jahresendrally” ist keine wochenlange Börsen-Extase, sondern dauert insgesamt nur ein paar Tage: die letzten fünf Handelstage im Dezember und die ersten beiden Handelstage im Januar. Rechne, rechne.. das bedeutet, diese Woche könnte es soweit sein!

Die Statistik besagt, dass der Leitindex der US-Börse, der Dow Jones, seit seiner Geburtsstunde 1896 in der Rally-Woche im Schnitt einen Gewinn von 1,7 Prozent einfährt. Das sind deutlich mehr, als die 0,2 Prozent, die der Dow Jones in einer normalen Handelswoche erzielt. Ich bin kein großer Fan von Statistiken, aber eine Trefferquote von 77 Prozent klingt schon verführerisch..

Doch wie kommt es überhaupt zu diesem Phänomen? Hierüber sind mehrere Theorien im Umlauf…

1. Die Börsianer wollen sich in weihnachtliche Stimmung bringen. Das gelingt neben Champagner-Regen am Besten mit Aktien-Shopping. Und so wird investiert was das Zeug hält.

2. Wall-Street-Banker bekommen im Dezember ihr Weihnachtsgeld in Form fetter Boni-Zahlungen. Sparschweine haben sie nicht und Mrs. Finanzguru hat schon genügend Klunker in der Schatulle liege. Also: Investieren, die Kohle!

3. Verluste werden realisiert. Das bedeutet: Fondsmanager verkaufen die verlustbringenden Aktien in ihren Depots, um mit sauberer Weste und ohne “rote Zahlen” ins neue Jahr zu starten. So ein “VW Minus 27 Prozent” macht sich einfach nicht gut in der Aktien-Liste eines eitlen Fondmanagers.

Na, was ist eure Lieblings-Theorie zur Jahresendrally? Oder glaubt ihr das ganze Börsen-Gefasel sowieso nicht? Ich werd’s mal testen und mich bis 5. Januar mit Aktien der Deutschland 30 eindecken. Mal gucken, ob die Statistiker Recht behalten.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/was-ist-dran-an-der-jahresendrally/

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Was ist dran an der “Jahresendrally”?

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