Matte Aussichten für Gold?

goldFür die BUXers unter euch, die sogar am Weihnachts Morgen ihre Fingerchen nicht von den Trade-Pfeilen lassen wollen, habe ich einen ganz besonderen Leckerbissen: während die Deutsche Börse pausiert, könnt ihr euch heute noch bis 19:45 Uhr mit dem Handel von Rohstoffen austoben. Gold, Silber, Platin, Öl- alle Trade-Buttons stehen für euch in der App bereit!

Wir schauen uns heute das “Übergangsmetall mit dem Elementsymbol Au und der Ordnungszahl 79” (danke, Wiki!) mal genauer an: Gold. Schon mein Opa brachte mir bei: “Kind, in Krisenzeiten musst du Gold kaufen!”. Ich habe seinen Rat nie befolgt und das war – zumindest 2015- wahrscheinlich auch besser so. Krisen hätte es ja genug gegeben, aber das Edelmetall verlor trotzdem fast 10 Prozent an Wert und war teilweise für unter 1000 Doller pro Feinunze zu haben.

Weltpolitische Probleme wie die Terroranschläge von Paris, Sorgen um die chinesische Wirtschaft oder der Abgas-Skandal rund um VW, hätten Anleger durchaus in den “sicheren Hafen Gold” treiben können. Angst und Unsicherheit sorgen meistens dafür, dass Anleger ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Der Aktienmarkt scheint dafür nicht geeignet zu sein, da das Sensibelchen auf schlechte Nachrichten aller Art oft mit Kurs-Rutschen reagiert. Bleiben also noch: Sparbuch, Immobilien oder eben Edelmetalle.

Warum ist der Goldpreis 2015 dann trotz aller Krisen nicht gigantisch gestiegen? Eine der Schuldigen ist – mal wieder- die US- Notenbank. Deren Chefin, Janet Yellen, hat das ganze Jahr über in fast jeder ihrer Reden angedeutet: “Bald, ja bald, ist die amerikanische Nullzins-Ära vorbei. Wir werden die Zinsen in kleinen Schritten erhöhen, denn die US-Wirtschaft brummt!”. Die Dame hat natürlich in Wirklichkeit nicht Klartext gesprochen, sondern sich immer ein Hintertürchen offen gehalten und die Finanzwelt im Ungewissen darüber gelassen, wann sie ihren Zinsschritt endlich durchzieht.

Unsicherheit ist der Graus der Finanzmärkte und Anleger. Soll ich jetzt Aktien kaufen? Oder lieber warten, bis es mehr Zinsen aufs Sparbuch gibt? Oder doch Gold? Und so dachten sich viele: Im Zweifelsfall tue ich lieber: nix. Und so bewegte sich auch: nix. Weder der Aktienmarkt, noch der Goldpreis, kam in diesem Jahr so richtig in die Pötte.

Vor zwei Wochen war es dann endlich soweit: die US-Notenbank, genannt Fed, erhöhte die Zinsen auf 0,25-0,50 Prozent. Auf diese Gewissheit hatten die Märkte schon das ganze Jahr lang gewartet. Deren Sorge war: erhöht die US-Notenbank die Zinsen zu schnell oder zu viel, dann werden Sparbücher oder Wertpapiere als Geldanlagen wieder interessanter. Aktien und Gold, auf die es keine Zinsen gibt, zählen dann zu den Loosern.

Ob Gold 2016 wieder etwas von seinem alten Glanz zurückbekommt, hängt auch davon ab, ob die Notenbank die Zinsen noch weiter erhöht und wenn ja, um wie viel Prozentpunkte. Unter den Experten herrscht große Uneinigkeit über die Zukunft des Edelmetalls. Von “jetzt einsteigen, so billig war’s noch nie” bis “Finger davon lassen, viel zu hohes Risiko” ist alles dabei. Ich setze auf: Gold unterm Weihnachtsbaum. Ein bisschen BlingBling um den Hals hebt auf jeden Fall mein persönliches Stimmungsbarometer und lässt sich in echten Zeiten der Not hoffentlich auch gegen ein paar Eier eintauschen…

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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