RWE mit positiver Energie

solar1RWE mit plus 5 Prozent auf dem DAX-Siegertreppchen? Was geht denn jetzt? Die Aktie des Energieversorgers hatte dieses Jahr ganz schön unter dem grünen Daumen unserer Kanzlerin zu leiden und zählte regelmäßig zu den Loosern der Deutschland 30. Frau Merkel kämpft für die Energiewende und den Ausstieg Deutschlands aus dem Atom- und Kohle-Geschäft. Ein super Plan, der jedoch den Ruhrpott-Veteranen von RWE oder E.on noch das Grab schaufeln könnte.

Die Essener verdienen ihre Euros bis dato hauptsächlich mit der Stromerzeugung aus “schmutzigen” Atom-, Gas-, oder Kohle-Kraftwerken. Der gezwungene Ausstieg aus diesem Geschäft wird die Kumpels so richtig viel Kohle kosten. Gleichzeitig muss sich RWE nach neuen, grünen, Geschäftsmodellen wie beispielsweise Wasser- oder Windkraftanlagen umsehen und in den Aufbau von Ökostrom-Systemen investieren.
Und es kommt noch dicker: die Strompreise sind im Keller und machen die Erzeugung fast schon zum Verlustgeschäft.

Logisch, dass die Bosse von RWE sich schon seit Monaten auf der Suche nach einem Geistesblitz die Nase reiben. Wie können wir unser Unternehmen retten, wenn unsere Ausgaben steigen und die Erlöse gleichzeitig sinken? Im Fall von RWE lautet der Plan: Aufspaltung und Einsparung. Anfang November gab Häuptling Peter Terium die geplante Teilung des Konzerns in Kerngeschäft- und Öko-Geschäft bekannt.

Der neue- noch namenlose- RWE-Sprößling soll dann bis Ende 2016 an die Börse gebracht werden. Mit der Trennung seiner Geschäftsfelder in “Hui” und “Pfui” und dem Börsengang der Hippie-Tochter will der Konzern Geld für die nötigen Ökostrom-Investitionen einsammeln, aber auch ein Zeichen setzen: RWE ist ein moderner, konkurrenzfähiger Konzern, der das Geschäft mit erneuerbaren Energien ernst nimmt.

Was kann man denn noch so machen, wenn man knapp bei Kasse ist? Sparen, Geld einsammeln und… Verkaufen! Diese Idee hatten die Essener heute Morgen auch und verkündeten die Trennung von der Luxemburger Energie-Holding Enovos, an der sie zusammen mit E.on Anteile besitzen. Wie viel Geld der Verkauf in RWE’s löchrige Taschen spülen wird, ist unbekannt.

Die RWE-Anleger freut’s auf jeden Fall, denn die Investition in die Versorger-Aktie dürfte ihnen 2015 einige schlaflose Nächte beschert haben. Bei Minus 50 Prozent auf Jahressicht ist so ein kleiner Kursgewinn nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch immerhin, es zeigt sich ein Lichtstreifen am grauen Ruhrpott-Himmel!

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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