Mittwoch Morgen: Skandale und Fusionen

bayerDing Ding, mein Smartphone kommt gar nicht mehr zur Ruhe… Breaking News am laufenden Band hier bei BUX! Gerade ereilten uns Mega-Fusionsgerüchte der Chemiegiganten Dupont und Dow Chemical. Die beiden Schwergewichte und BASF- Konkurrenten mit einem Börsenwert von jeweils rund 60 Milliarden US-Dollar planen einen Zusammenschluss.

Doch die Blitz-Hochzeit der Nummer 1 und 2 auf dem US-Markt könnte nur von kurzer Dauer sein: Nach der Eheschließung und ein paar Tagen Flitterwochen steht bereits die Scheidung ins Haus. Von Romantik keine Spur, die frischvermählten planen bereits ihre Aufspaltung in drei Teile: Kunststoffe, Agrarchemie und Spezialprodukte.

Soviel Kalkül kennt man ja normalerweise nicht von Frischverliebten, doch die Beiden sehen ihr Verhältnis unter rein kapitalistischen Gesichtspunkten. Unter dem Motto: zusammen gegen den Rest der Welt möchte der neu entstandene Chemie-Riese Marktmacht gewinnen und Dank größerer Effizienz 3 Milliarden Dollar jährlich einsparen.

Gute Neuigkeiten auch für Konkurrent BASF. Die Aktie schloss sich den Feierlichkeiten gleich an und gewann im frühen Handel rund 1 Prozent.

Ganz anders dagegen BAYER. Man hätte meinen können, dass die geplante Mega Fusion zwischen Dupont und Dow Chemical schuld am Absturz des Chemie-Unternehmens ist. Doch weit gefehlt. DAX-Schlusslicht BAYER verlor zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund von Arzneimittel-Schummeleien fast 4 Prozent.

Nach Skandalen in der Autoindustrie jetzt auch noch die Pharmabranche? Leider ja. Und dabei geht es nicht nur um getürkte Abgaswerte, sondern um “Unregelmäßigkeiten” bei der Zulassungsstudie des Blutgerinnungshemmers “Xarelto”. Nach Angaben der europäischen Arzneimittelbehörde EMA wurde bei Tests an Patienten offenbar ein defektes Gerät benutzt. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Hintergründe dieses Versehens restlos aufgeklärt sind, doch BAYER “ist informiert” und arbeite laut eigener Angaben eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um mögliche Fragen zu klären.

Dumm nur, dass “Xarelto” so eine Art Blockbuster unter den Blutgerinnungshemmern ist. Das Medikament von BAYER steht auf Platz eins vor den Konkurrenzmitteln “Pradaxa” von Boehringer und “Eliquis” von Bristol-Myers Squibb’s. BAYER erwirtschaftet damit jährlich einen Spitzenumsatz von 3,5 Milliarden Euro, erklärte BAYER-Boss Marijn Dekkers noch im März.

BAYER steht auf jeden Fall kräftig Ärger ins Haus und die Aktie zeigt ernsthafte Krankheitssymptome. Was meint ihr? Können sich die Leverkusener von diesem Rückschlag wieder erholen?

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/page/2/

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