Henkel: aus Liebe zur Aktie

henkelWährend die Amerikaner an ihrem Thanksgiving-Truthahn knabbern, wird hier noch kräftig gehandelt. Eine kurze Auflistung der Börsen-Öffnungszeiten gleich mal vorweg für euren Terminkalender:

* Die Wall Street hat heute Feiertag. US-Aktien könnt ihr erst morgen wieder traden und dann auch nur bis 19:00Uhr.

* Deutsche, französische und englische Indizes unterbrechen den Handel heute zwischen 22:00Uhr und 24:00Uhr.

* Amerikanische Indizes und Rohstoffe pausieren heute von 19:00Uhr bis 24:00Uhr.

Grund genug, uns auf die deutschen Papiere zu stürzen, findet ihr nicht? In meinem Spam-Ordner fand sich heute Morgen eine Email einer gewissen “Amber” die mehr über meine Waschgewohnheiten erfahren wollte. Sie bat mich, an einer Umfrage teilzunehmen, bei der ich ein Jahr lang gratis Persil im Wert von 300 Euro gewinnen könnte! Wow!

Ganz ehrlich: ich guck mir dann doch lieber die Henkel-Aktie genauer an, denn der Persil- und Vernel-Hersteller wurde von der der US-Investmentbank Goldman Sachs zum Kauf empfohlen und könnte damit durchaus einen Trade wert sein.

Der Konzern Henkel besteht aus drei Unternehmensbereichen: Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik & Körperpflege (z.B. Schwarzkopf) sowie Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächentechnik (z.B. Pritt oder Pattex). Anfang des Monats präsentierte der Konsumgüterhersteller blitzsaubere Quartalszahlen. Vor allem der Waschmittel-Bereich glänzte mit einem Erlöszuwachs von 5,5 Prozent, gefolgt vom Beauty-Segment mit einem Plus von 2,1 Prozent.

Lediglich das chinesische Klebstoff-Business bereitet Henkel-Chef Rorsted derzeit Kopfzerbrechen. Ursache ist nicht der Mangel an Hobby-Bastlern und Pritt-Stift Konsumenten im Reich der Mitte, sondern das schwächelnde Geschäft mit Klebern für die Computer- und Autoindustrie das sich aber, laut Meinung des Konzernchefs, bis Ende 2016 wieder erholen wird.

Mehr Freude bereitet da die Eroberung Nordamerikas. Ende 2014 gelang es den Henkel-Managern nach zähen Verhandlungen mit Wal-Mart endlich, Persil und Schwarzkopf – anfangs exklusiv- in dessen Regale zu stellen und Platzhirsch Procter & Gamble seinen Heimatmarkt streitig zu machen.
Mit Erfolg: seit ein paar Wochen verkauft Henkel seine Produkte zusätzlich zu den 4500 Wal-Mart Filialen auch in mehreren Tausend Lebensmittel- und Drogeriemarktketten und rechnet bis Ende des Jahres mit einer Marktabdeckung von mehr als 50 Prozent.

Pflegen, waschen, kleben: traut ihr dem Alleskönner unter den Konsumentenmarken auch einen sauberen Auftritt auf dem Börsenparkett zu?

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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