Ja wo ist denn unser DAX?

sandEs gibt Top-Tage, Mittelmaß-Tage und Bescheidene-Tage. Gestern zählte bei mir eindeutig zur letzten Kategorie. In chronologischer Reihenfolge: ein gebrochener Eiskratzer Dank – 6 Grad Nacht-Temperatur, ein verformter Scheibenwischer, die eine WhatsApp von dem einen Menschen die NICHT kommt, eine wortwörtlich kalte Dusche vor dem Dinner und zur Krönung am Abend zu viele “aufs Haus” Grappas. Mit dem Resultat, dass ich mich heute selbst verschuldet noch schlechter fühle.

Aber ein BUXer wäre kein BUXer wenn er sich nicht vom Börsengeschehen aufmuntern ließe. Denn auf dem Parkett ging es gestern noch viel bescheidener zu als im Hause Lembert. Der eskalierende Syrien-Konflikt verunsicherte die ohnehin schon weltpolitisch angeschlagenen Anleger und verursachte einen DAX- Kurssturz von Minus 1,73 Prozent. Verkauft wurden aufgrund zahlreicher Reisewarnungen vor allem Aktien aus der Hotel- und Reisebranche.

Zu den großen Gewinnern zählten gestern VW mit Plus 5 Prozent. Das Papier der Wolfsburger Skandalbrüder legte seit 12. November um rund 20 Prozent zu, was unter anderem einer Analystenstudie der Schweizer Bank UBS zu Danken war. Offenbar wird der Skandal VW doch weniger Scheinchen kosten, als der derzeitige Aktienkurs vermuten lässt. Der Autobauer scheint die Lage langsam in den Griff zu bekommen und verdient sich mit dem Vertrauen der Anleger ein sattes Kurs-Plus. Für die mutigen BUXers unter uns könnte sich da also doch ein Trade-Highlight anbahnen.

Ein weiterer Streifen am herbstlichen Horizont ist die Anti-Krisen-Währung Gold. Wie schon so oft, könnten verängstigte Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen flüchten und sich mit 1.080 Dollar teuren Feinunzen schmücken.

Weniger glamourös aber ebenso vielversprechend entwickelte sich der Ölpreis. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei ist der Preis für ein Barrel Öl gestern um fast 4 Prozent gestiegen. Wieder war Angst der Auslöser, denn die Saudis könnten auf der Opec- Konferenz am 4. Dezember einlenken und den Ölhahn auf lauwarm drehen.

Die “Organisation erdölexportierender Länder” besteht aus superreichen (Saudi Arabien, USA..) aber auch bettelarmen Ländern (Venezuela, Afrika). Die Saudis probieren schon seit Langem mit einer gigantischen Fördermenge Öl ihren Marktanteil gegenüber den USA zu verteidigen. Das Überangebot sorgt für einen weltweiten Preisverfall, dem die Opec-Länder scheinbar entgegenwirken wollen. Senkt das Königreich seine Ölproduktion tatsächlich, so würde der Preis für das schwarze Gold schlagartig steigen.
Doch heute Morgen konzentrieren wir uns erstmal auf unseren DAX, der nach den Turbulenzen der letzten Tage eine kleine Aufmunterung ganz gut gebrauchen könnte. Kann VW seinen Siegeszug auf dem Parkett fortsetzen? Wie entwickeln sich die Papiere der Hotel- und Luftfahrtindustrie? Alles wird gut.

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

Advertisements
Ja wo ist denn unser DAX?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s