ThyssenKrupp: Stahlbauer spart eisern

starwarsIch könnte euch heute Morgen vom anstehenden Gerichtsurteil “Edeka vs. Bundes Kartellamt zum Thema Hochzeitsrabatte” berichten. Ein echter Kassenschlager! Nein, Spaß beiseite. Wir konzentrieren uns lieber auf echte Börsen-Leckerbissen wie beispielsweise unsere Stahlbauer von ThyssenKrupp, die gestern zusammen mit DAX-Veteranen Bayer, Deutsche Telekom und Henkel die Deutschland 30 um rund 2,4 Prozent nach oben pushten.

ThyssenKrupp wird morgen seine Jahreszahlen präsentieren und ich kann euch sagen, im Ruhrpott brodelt’s! Konzernchef Heinrich Hiesinger hat den Konzern erst auf Diät gesetzt und verpasst ihm morgen laut Insider Berichten auch noch ein komplett neues Styling. Schlank, schick und smart will der Konzern auftreten und trennt sich angeblich endlich von seinem durch Fusion erworbenen Stapel-Logo “Thyssen + Krupp”. Der Bogen mit darunter liegendem Dreirad erinnert mich irgendwie an Starwars Darth Vader und soll nun durch eine elegantere Version ersetzt werden, die mehr Bescheidenheit und ein neues Miteinander repräsentiert.

Der Stahlriese aus Essen stand im letzten Jahr wie viele seiner Branchen-Kumpels in den Negativ-Schlagzeilen. Der deutschen Stahlindustrie machen Preisdruck, Überkapazität und eine schwächelnde Nachfrage aus EU-Ländern und China zu schaffen. Die Asiaten produzieren selbst soviel Billig-Stahl, dass sie kein Metall Made in Germany mehr importieren müssen.

134 Millionen Tonnen Stahl wird die Volksrepublik Schätzungen zufolge in diesem Jahr weltweit exportieren. Damit haben sich die Ausfuhren der chinesischen Hersteller binnen zwei Jahren mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2014 überhaupt nur 43 Millionen Tonnen Rohstahl produziert. Und das reicht schon für den Spitzenplatz in Europa.

Harte Zeiten für ThyssenKrupp, doch die Jungs haben einen Plan-B. Dazu zählt die Top-Strategie “wir machen uns den Feind zum Freund”. Und so eröffnete das Unternehmen vor Kurzem ein Werk in Shanghai, das für die dortige Automobilindustrie ganze Montage- und Testlinien bauen wird. Ein weiterer Bestandteil des Masterplans ist, andere Geschäftsbereiche wie den Aufzugbau oder Marinesysteme zu stärken und im altehrwürdigen Stahlbau eisern zu sparen.

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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