SAP auf Wolke 7

wolke7Wer gestern einen Blick auf die Deutschland30-Liste (DAX) geworfen hat, dem sprang ein großes, grünes Plus-Zeichen inmitten roter Verliereraktien ins Auge. Der Lichtblick hieß: SAP. Mit knapp 6 Prozent führte das Papier des Softwarekonzerns aus dem baden-württembergischen „Silicon Walldorf“ ganz klar das Feld an.

Und schuld daran waren wie so oft dieser Tage: die lieben Quartalszahlen. SAP verzückte seine Anleger im dritten Quartal mit einem Plus bei den Cloud- und Softwareerlösen von 19 Prozent (1,62 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten weniger erwartet und reagieren mit Freudentaumel.

Ein Grund, euch den Software-Riesen mal genauer vorzustellen.

SAP, eine klangvolle Abkürzung für den Firmennamen „Systems, Applications & Products in Data Processing” und nicht zu verwechseln mit dem holländischen SAP=Saft, ist Europas größter Softwarekonzern.

Hopp, ein Sprung in die Zeitmaschine und wir schreiben das Jahr 1972 – die USA starten mit Apollo 17 ihre letzte Mond-Mission, Deutschland wird in Brüssel Fußball-Europameister, im deutschen Fernsehen läuft die erste Folge von Raumschiff Enterprise, und am Westrand der Oberrheinischen Tiefebene wird ein kleines Softwarehaus aus der Taufe gehoben. Wo sonst nur Spargel wächst arbeiten 5 gewitzte, ehemalige IBM-Hippies an der Verwirklichung ihres Traumes: eine Echtzeitverarbeitung von Unternehmensdaten wie beispielsweise Lohnabrechnungen.

Damals eine Revolution: die Daten wurden per Tastatur und Bildschirm eingegeben und ersetzten ein Wirrwarr an „Lochkarten“ mit denen Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt Daten erfassten.

Heute, 43 Jahre später und mit rund 291.000 Kunden in 190 Ländern, spielt SAP in der ersten Software-Liga gegen die US-Boys Oracle, Microsoft, Salesforce und IBM. Die Jungs aus dem Spargelfeld konzentrieren sich immer noch auf die Entwicklung von Geschäftssoftware für Buchhaltung oder Personalverwaltung, aber setzen auch vermehrt auf Cloud-Software.

Die „Cloud“ ist momentan total angesagt und bedeutet ganz einfach, dass Software nicht mehr lokal auf PC’s gespeichert wird, sondern irgendwo in Mega-Rechenzentren ihren Dienst tut. Ist angeblich sicherer (?), billiger und total effizient.

Die BUXer unter euch, die Selfies, Movies und Co. auf der internen Festplatte speichern, kennen das Problem sicher: Datenkollaps. Abhilfe schafft ein Datenspeicher in der „Cloud“ wie zum Beispiel von Microsoft oder Google. Einloggen, hochladen, fertig. Und dann hoffen, dass eure privatesten Privatsachen auch sicher sind da draußen..

SAP bietet Unternehmen ganze Softwarepakete in den Wolken an und ist damit äußerst erfolgreich. Die Baden-Württemberger konnten ihre Umsätze aus diesem booming Business im letzten Quartal sogar verdoppeln..

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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