Daumenkino 2.0

flipbookit1Ein kleines aber feines Nachmittags-Rätsel für euch, liebe BUXers: Welche Silicon Valley Ikone mit dem Anfangsbuchstaben „N“ beglückte Investoren mit einem Plus von fast 150 Prozent (!) seit Jahresbeginn und bezeichnet sich selbst als Konkurrent zu eurem Feierabendbier, dem Fußball-Endspiel und sogar eurer Freundin?

Richtig. Netflix! Und genau diese arroganten und bis dato extrem erfolgreichen Angeber legen heute ihre Quartalszahlen vor. Für diejenigen unter euch, die noch nicht nächtelang heimlich netflixend unter der Bettdecke liegen- hier eine kleine Zusammenfassung der Unternehmens-Erfolgsstory:

Zwei Amis namens Reed Hastings und Marc Randolph hatten 1997 eine brillante Firmen-Idee: einen Video-Abodienst, der bestellte Filme wie Pizzas nach Hause liefert! Genial. Die ohnehin couchverliebten Amerikaner waren Feuer und Flamme und so nahm die Netflix-Erfolgsgeschichte seinen Lauf.

Das Unternehmen begann mit 30 Mitarbeitern und einem Sortiment von 925 Filmen. 10 Jahre später, im Jahr 2007, hatte Netflix 1 Milliarden DVD’s versandt und den nächsten Geistesblitz: fast jeder Amerikaner hatte inzwischen Highspeed Internet, also warum den Postboten schicken wenn man sich seine Lieblingsserien auch auf den heimischen PC streamen kann?

Das Online-Daumenkino für TV, Tablet und Smartphone wurde ein Mega-Hit mit Suchtpotential. Nicht nur das „swipen“ von Film zu Film ist hundertmal verführerischer als Fernseh-Zappen, sondern auch der Riesenkatalog an Erfolgsserien wie „House of Cards“ machen Netflix zum Hitprodukt für Film-und Serienjunkies.

2015 zählt Netflix weltweit fast 2200 Mitarbeiter, 65 Millionen Abonnenten in 50 Ländern und beglückt seit Ende 2014 auch in Deutschland mehr als 3 Millionen Kunden. Wann es neben den ersten Tinder-Babies die ersten Netflix-Scheidungen geben wird, bleibt abzuwarten und auch im Duden existiert das Wort „netflixen“ auch noch nicht. Alles eine Frage der Zeit. Wenn, ja wenn, es starken Konkurrenten wie beispielsweise Amazon oder Maxdome nicht gelingt, Netflix Kunden abzujagen.

Und das wir gar nicht so einfach. Preisgekrönte Eigenproduktionen, mächtige Partner wie unter anderem DreamWorks, Disney oder Sony Pictures und ein all-you-can-eat Angebot ab 7,99 Euro pro Monat sind starke Geschütze.

Netflix konnte es sich sogar Ende September, kurz vor dem Monat der berüchtigten Quartalszahlen, noch erlauben, die Abo-Preise für Neukunden in ihrem wichtigsten Markt, den USA, zu erhöhen. Mutig, mutig..das hätte auch nach hinten losgehen können doch die Aktie wurde dafür sogar mit einem Kursanstieg belohnt!

Gerüchte, dass auch Apple (wer sonst?) schon bald in den umkämpften Videostreaming-Markt einsteigen könnte, halten sich hartnäckig. Doch bis es soweit ist, könnte die Blockbuster-Aktie Netflix noch ein echter Kassenknüller werden.

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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