Profitiert Infineon von der VW-Krise?

Doppelstock-Burnout-bei-Redneck-Party-1200x800-02db106761ba9537Gönnt euch noch ein Tässchen Kaffee und genießt mit uns einen Ausblick auf den heutigen Börsentag. Dabei schauen uns einen Germany30 (DAX) Kandidaten mal etwas näher an: Infineon.

Während die Skandalbrüder aus Wolfsburg aus vielen Teilen der Welt ordentlich Schelte einstecken müssen und der Aktienkurs in den letzten Tagen Wilde Maus fuhr, gibt es ein Unternehmen mit Sitz im oberbayrischen Neubiberg, dass von dem ganzen Qualm um Volkswagen meiner Meinung nach profitieren könnte.

Infineon…da war doch was, da war doch was..wer von euch erinnert sich noch an die legendäre „Blase“ im Jahre 2000? Damals gingen die Deutsche Post, Infineon und T-Online an die Börse und sammelten dabei viele Milliarden ein. Es war die Zeit der Internet-Euphorie. Mit der Jahrtausendwende begann eine lange Leidensphase, in der die Aktienkurse stark fielen. Autsch, einige von uns BUXern hat es damals sicher auch erwischt, oder?

Jetzt sieht die Lage anders aus: Infineon könnte vom VW- Drama profitieren.. so flüstert man zumindest auf dem Börsenparkett. Aber was zum Teufel haben Halbleiter mit Autos zu tun??

Für die BUXers unter uns (wie auch dem Autor dieses Artikels), für die naturwissenschaftliche Fächer in der Schule immer ein Graus waren, hier eine kurze Erklärung: Halbleiter sind das Mittelding zwischen Leitern und Isolatoren. Alles klar?

Ok, ein Beispiel: stellt euch vor, ihr wollt die alte Wohnzimmerlampe samt Drähten kappen. Und ihr vergesst, die Sicherungen auf inaktiv zu setzen. Was passiert, wenn ihr eine Metallschere verwendet? Genau: Bumm! Metall ist also ein Leiter.

Was aber, wenn ihr eine Schere mit Gummigriff verwendet? Glück gehabt, kein Bumm! Denn Gummi ist ein Nichtleiter.

Und was sind dann die für die Automobilindustrie so wichtigen Halbleiter? Halbleiter wie beispielsweise Silicium sind im Grunde „nur“ Lichtschalter mit der Aufgabe zu leiten oder eben nicht zu leiten. Dieses Ein- und Ausschalten schafft ein Halbleiter allerdings bis zu einer Milliarde Mal pro Sekunde. In großen Automodellen sind heute schon bis zu 5.000 Halbleiterchips im Einsatz, Tendenz steigend. Sie steuern zum Beispiel das Infotainment und die Assistenzsysteme, sorgen für das Batteriemanagement und ermöglichen aktive Fahrwerke und effizientere Motoren.
Na, klingelt was? Die Nachfrage nach nicht-manipulierten, effizienten Motoren, Elektro- und Hybrid Fahrzeugen könnte in den nächsten Jahren steigen und die Nachfrage bei Infineon kräftig ankurbeln.

Wenn das Wörtchen “Wenn” nicht wäre.. Was wenn die West-Europäer sich so verhohnepiepelt fühlen, dass sie keine Made in Germany Wägen mehr in der Garage wollen und lieber eine Nullprozent-Finanzierung beim freundlichen Fernost-Autohändler abschließen? Dann erleben Toyota und Co. einen ungeahnten Boom und nix war’s mit Infineon’s Höhenflug.

http://www.getbux.com/de

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