Heimatliebe kann Geld kosten

Lebkuchenherz_Dahoam_is_dahoam_gw_16_cm_mlAm Wochenende geht’s endlich los: das Oktoberfest steht in den Startlöchern! Wir lieben Lederhosen, Lebkuchenherzen, Bierpreise über € 10 pro Mass und.. deutsche Aktien. Oder?

Mal eine ganz nüchterne Gewissensfrage: wie hoch ist der Anteil deutscher Aktien in eurem Depot? Höher als der Anteil ausländischer Papiere?

Die Finanzgurus sprechen dann von „Home Bias“, die Tendenz vor allem in heimische Aktien zu investieren. Denn wie jeder weiß: zu Hause schmeckt’s am Besten!

So stehen die Deutschen total auf den Chemieriesen BASF. Auf den folgenden Plätzen landen Daimler, Allianz und die Deutsche Telekom. Platz fünf belegt dann übrigens die einzige Exoten- Aktie unter den Top Ten: Der iPhone-Hersteller Apple (auch hätten wir das Äpfelchen natürlich gerne im eigenen Ländle..).  Danach folgen noch Siemens, die Deutsche Bank, Bayer, SAP und die Commerzbank.

Das hat die Aktion „pro Aktie“ der führenden deutschen Direktbanken herausgefunden, die einen Blick in rund 2,5 Millionen Wertpapierdepots ihrer Kunden geworfen hat.

Diese Heimatliebe ist ja auch sehr verständlich. So glauben wir, unsere Unternehmen bestens zu kennen und kaufen die gemütlichen Anteile der Germany30 über die wir tagtäglich in der BILD oder SZ lesen. Und damit sind wir nicht allein: auch beispielsweise die Amerikaner, Kanadier und Engländer stecken ihr Taschengeld liebend gerne in einheimische Aktien.

Und das kann richtig Kohle kosten! Nur ein Beispiel: Stellt euch vor, ein neuer Fernseher muss her. Beim Elektrohändler mit den großen, roten Buchstaben stehen deutsche Marken-TV’s neben Flimmerkisten aus Fernost. Welche sind wahrscheinlich billiger, aber eventuell genauso gut? Richtig, die Samsungs dieser Welt können mit deutschen Marken schon mehr als mithalten!

Wie stark sich die Heimatliebe auf’s Aktiendepot auswirkt wurde in einer Studie der European Business School in Wiesbaden untersucht. Wer zum Beispiel von 1998 bis 2008 zu 100 Prozent nur auf deutsche Aktien setzte, konnte eine Rendite von 5,86 Prozent pro Jahr erzielen. Anleger, die den Anteil auf 50 Prozent reduziert hatten, verbesserten ihr Ergebnis bereits auf 6,91 Prozent. Und wer sein Portfolio optimal aufbaute und dabei deutsche Aktien mit weltweiten mischte, verbuchte gar ein Plus von 7,43 Prozent.

Also: ein Blick über den Tellerrand kann sich lohnen.

http://www.getbux.de/de

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