Kann Zalando seine Erfolgsgeschichte fortsetzen?

Pünktlich zum Start der neuen Bilanz-Saison plaudert Online-Versandhändler Zalando morgen aus dem Schuhkarton, und veröffentlicht die Zahlen zum ersten Quartal 2017. Das 2008 gegründete Unternehmen blickt auf eine kurze aber imposante Erfolgsgeschichte zurück und belehrte viele Skeptiker eines Besseren. Auch ich als passionierte Online-Shopperin und Schuhliebhaberin dachte anfangs: Fußbekleidung übers Internet? Das wird nichts! Schließlich kommt man bei Schuhwaren – im Gegensatz zur Oberbekleidung – um eine Anprobe nicht herum und die gestaltet sich virtuell eher schwierig, vermuteten viele…

Denn trotz der wie erwartet hohen Retourenquote von 50 Prozent durch Fehl- und Mehrfachbestellungen, die auf Zalandos Rendite drückt, mauserte sich der ehemalige Schuhverkäufer zu Europas größtem Online-Modehändler und viele Analysten erwarten morgen eine positive Überraschung.

Schrei vor Glück

Ein Umsatzplus von fast einem Viertel gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein Zuwachs beim operativen Ergebnis von 93 Prozent dürften die selbst gesteckten Ziele der Berliner übertreffen, und für Jubel im Shopping-Headquarter sorgen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr: Bereits im Januar feierte Zalando die Milliarden-Umsatzgrenze als Krönung eines erfolgreichen Geschäftsjahres 2016.

Vor allem die “Plattform-Strategie” und Kundenorientierung der Shopping-Website beginnt Früchte zu tragen. Die drei jungen Firmenchefs Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz haben schnell erkannt, dass sich mit dem bloßen Verkauf und Versand von Schuhen nicht das große Geld verdienen lässt. Bald ergänzten Lederwaren und Oberbekleidung das Sortiment und verwandelten das heimische Wohnzimmer der Zalando-Kunden in eine private Umkleidekabine mit der Erfolgsformel: Bestellen, anprobieren und gratis retournieren. Oder noch besser: Unpassende Ware kostenfrei abholen lassen. Bequemer geht’s fast nicht.

Ermöglicht wird der logistische Balanceakt bestehend aus gratis Versand, Retoure und Extravaganzen wie “Same Day Delivery” oder “Abholung am Wunschort” durch eigene Logistikzentren und Kooperationen mit Partnerunternehmen, die unaussprechliche Kunstnamen wie Trunkrs oder Tiramizoo tragen.

Der “Dreiklang” aus Mode, Technologie und Logistik ist ein Alleinstellungsmerkmal, das Neulingen einen Markteintritt erschwert und es Zalando erleichtert, seine Marktdominanz auszubauen.

Gefahr aus Amazonia

Eine erfolgreiche Abwehrstrategie allein genügt jedoch nicht. Internetgigant amazon.com demonstriert seit Jahren, wie rentabel es sein kann, sich den Feind zum Freund zu machen. Die Partner-Strategie des US-Unternehmens ermöglicht es Marken und selbst kleinen Einzelhändlern, Waren gegen eine Provision über Amazon anzubieten. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Amazon verfügt über ein breitgefächertes Sortiment und Partner profitieren von einer erhöhten Auffindbarkeit und den ausgefeilten Logistik-Services des E-Commerce-Riesen. Zalando schmiedet ähnliche Pläne – nicht zuletzt, um Amazon in Europa Paroli zu bieten. Die Berliner verstehen sich als virtuelle Einkaufsstraße mit einem “Shop-in-Shop”-System, in dem jeder Partner seine eigene Präsenz erhält. Inklusive einer kompletten Werbe- und Logistik-Infrastruktur, versteht sich.

Vielen Anlegern scheint Zalandos Vision zu gefallen und so gewann die Aktie – nach einigen Höhen und Tiefen – im vergangenen Jahr rund 36,5 Prozent an Wert. Die noch junge Erfolgsgeschichte des Online-Versandhändlers, der erst 2014 sein Börsendebüt feierte, ist so sprunghaft, wie dessen Kundschaft selbst. Sobald ein anderer Anbieter mit einer besseren Produktauswahl oder noch bequemeren Serviceleistungen lockt, sind die Kunden buchstäblich weg vom Fenster. Ein Risiko, das sich für Investoren nicht immer bezahlt machen muss. Wenn Sie ihr Erspartes langfristig und “trendresistent” investieren möchten, lohnt sich ein Blick auf den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). Mit seinem defensiven Anlagekonzept ist der Index selten für spektakuläre Kurssprünge zu haben, überzeugt jedoch durch unterdurchschnittliche Rückschläge bei gleichzeitig herausragender Perfromance. Seit Börseneinführung gewann der BCDI 48,1%(!), während im gleichen Zeitraum Dax und Dow Jones lediglich 23,2% bzw. 22,6% Kursgewinn verzeichnen konnten.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Kann Zalando seine Erfolgsgeschichte fortsetzen?

Unsere Börsenwoche: Höhenangst

Nach seiner beachtlichen Klettertour vergangene Woche bekam unser heimischer Leitindex Dax zu guter Letzt Angst vor der eigenen Courage: Nachdem er am Mittwoch zeitweise die 12.000 Punkte-Markt geknackt hatte, ging es rasant zurück ins Basislager. Donnerstag und Freitag kannte der Deutsche Aktienindex nur eine Richtung: Abwärts bis auf rund 11.800 Punkte. Auf Wochensicht hat das Deutsche Leitbarometer knapp ein halbes Prozent gewonnen. Eine enttäuschende Vorstellung, die angesichts der guten Konjunkturdaten hierzulande schwer nachvollziehbar ist. Unsere Wirtschaft wächst, Steuereinnahmen sprudeln wie noch nie seit der Wiedervereinigung, die Arbeitslosigkeit ist niedrig und trotzdem will auf dem Börsenparkett keine rechte Stimmung aufkommen.

Häufig ist es ja so, dass die “good Vibes” an der Wall Street auch den europäischen Aktienkursen Flügel verleiht. Doch auch von dieser, normalerweise hochansteckenden, Euphorie ist derzeit wenig zu spüren. Obwohl der amerikanische Dow Jones Index noch immer im “Trumponomics”-Modus verkehrt und vergangene Woche sein 10. Allzeithoch in Folge markierte, will die Dynamik aus den USA nicht über den Teich schwappen. Vielleicht sind wir einfach ein zu misstrauisches Völkchen, das die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Amerika mit Argusaugen verfolgt und lieber eine abwartende Haltung einnimmt, als sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen? Wie sagen wir doch so schön: “Wer hoch fliegt, kann tief fallen”…

Ehe sich die deutschen Anleger also zu weit aus dem Fenster lehnen, flüchten sie lieber in “sichere Häfen”. Gold erlebte in den vergangenen zwei Monaten, wie so oft in scheinbar unsicheren Zeiten, eine Renaissance und gewann seit Dezember 2016 rund sieben Prozent an Wert. Das ist einerseits aufgrund der turbulenten, politischen, Großwetterlage leicht nachzuvollziehen, widerspricht aber einer alten Börsenweisheit: “Wenn die Zinsen steigen, so fällt der Goldpreis”. Tut er aber nicht. Die Fed (US-Notenbank) erhöhte den Leitzinssatz im Dezember auf 0,5-0,75 Prozent und trotzdem verteuerte sich die Feinunze allein im vergangenen Monat um vier Prozent auf jetzt rund 1.256 US-Dollar. Es könnte also durchaus sein, dass der Goldpreis momentan seinen eigenen Gesetzen folgt und die Theorie, wonach Investoren von Gold und Aktien auf Festgeld “umsatteln”, sobald die Zinsen steigen, nicht mehr aufgeht.

Umso spannender könnte der “Beige Book”-Termin der US-Notenbank am Mittwoch werden. Die Finanzwelt spekuliert darauf, ob der achtmal pro Jahr erscheinenden Konjunkturbericht Hinweise auf eine erneute Zinsanhebung Mitte März liefern könnte. Die Fed hat für 2017 zwei Zinsschritte in Aussicht gestellt. Die Frage ist nur, ob die Aktienmärkte und das konjunkturelle und politische Umfeld in den USA robust genug sind, um einen Zinserhöhung in den kommenden Wochen zu “verdauen”.

Impulse von Unternehmensseite gibt es in den kommenden Tagen nur wenige. Die Bilanzsaison neigt sich dem Ende zu und lediglich ein paar Nachzügler präsentieren noch Geschäftszahlen. Beispielsweise:

Dienstag: Salzgitter, Hochtief, ElringKlinger, RIB Software
Mittwoch: Zalando, Rheinmetall, Ahold, Klöckner & Co., Best Buy
Donnerstag: Anheuser-Bush, Evonik, Deutsche Telekom, Continental, Autodesk, Abercrombie & Fitch

Liebe Leserinnen und Leser, lassen Sie sich von der aktuell recht turbulenten Lage auf den Finanzmärkten nicht aus der Ruhe bringen. Wie die Vergangenheit beweist, sind Dow und Dax äußerst robuste Gesellen, die sich von einem leichten “Schnupfen” schnell wieder erholen. Langfristig sind Aktien als Mittel für den Vermögensaufbau unentbehrlich und zudem risikoärmer, als manche vermuten. Eine durchschnittliche Rendite von 9 Prozent pro Jahr, wie sie Dax und Dow Jones erwirtschaften, beweist, dass Aktien alles andere als “spekulativ” sind. Wie immer kommt es auch hier auf die richtige Mischung an. Für den boerse.de-Champions-Defensiv-Index(BCDI) wurden  zehn besonders defensive Titel herausgefiltert, die sich durch einfache Geschäftsmodelle, starke Marken und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Dadurch besteht für den BCDI eine langfristige Gewinnperspektive von 10+x%. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und werfen Sie einen Blick auf den boerse.de-Champions-Defensiv-Index, mit dem auch Sie beruhigt in die neue Woche starten können.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Unsere-Boersenwoche-Hoehenangst-von-Miss-boersede/7744751

 

Unsere Börsenwoche: Höhenangst

Die Bringer der Woche: Seifenoper

057acc0e73ce8651838f2261f7b3e4caDie erste Arbeitswoche nach dem Urlaub… Bestimmt hat auch einige von euch BUXern der Cold Turkey erwischt und ihr sitzt wie ich ziemlich gelähmt am Schreibtisch. So ein Urlaub soll ja total schlecht für die Gehirnzellen sein! Zu viel Alk, zu viel Langeweile, da klinken sich die grauen Zellen schnell mal aus. Ich tippe heute also im Zeitlupentempo und genehmige mir erstmal noch einen Coffein-Schock.
Glücklicherweise hat die Börse viel Ähnlichkeit mit GZSZ: Trotz einer Woche Abstinenz ist man nach ein paar Minuten wieder voll mit dabei. Sendung verpasst? Macht nichts, wir wagen nochmal einen kurzen Rückblick auf die letzte Woche. Die gute US-Wirtschaft und niedrige Zinsen in Amerika, Europa und dem Brexit-Kontinent England, waren fein für die Kurse. Offensichtlich haben viele Trader wieder mehr Vertrauen in die Konjunktur und kaufen lieber Aktien, als ihr Geld auf Sparbüchern zu parken, die weniger Rendite abwerfen, als ein Kaugummiautomat. Außerdem ist die Lieblings-Jahreszeit der Börsianer angebrochen: Die Bilanzsaison. Alle drei Monate öffnen börsennotierte Unternehmen ihre Bücher und erzählen uns, wie die Geschäfte so laufen und was Investoren in den nächsten Monaten erwarten können.
Super spannende Sache! Denn wenn wir wissen, wies um unsere Börsen-Lieblinge bestellt ist, können wir auch viel bessere Trades platzieren. Bilanzen sind zwar arschtrocken, aber ohne sie ist der Börsenhandel eher eine Art Blindflug. Also, stürzen wir uns mit Begeisterung auf die Highlights dieser Woche, wobei Donnerstag echt Rushhour angesagt ist! Allein an diesem “kleinen Freitag” präsentieren nämlich eine ganze Reihe Börsen-Allstars ihre Zahlen. Darunter Thyssenkrupp, Telekom, RWE, K+S, Zalando, TUI und Henkel. OMG! Lanxess, SMB Offshore und E.ON machen den Mittwoch zu unserem Zweit-Lieblingstag- denn den Rest der Woche ist eher Flaute angesagt.
Unseren treuen Fans fallen vielleicht schon zwei Dinge auf. Erstens befinden sich – bis auf Walt Disney am Dienstag und Ralph Lauren am Mittwoch- nur noch europäische Unternehmen auf der Liste. Sorry, Fans der Ami-Aktien- ihr habt die Saison-Highlights diesmal schon verpasst! Zweitens klingen die Namen der Kandidaten wie die Loser-Hitliste 2016. Mal abgesehen von Zalando, TUI, Lanxess, Telekom und Henkel, die ihre Schäfchen noch ins Trockene bringen dürften, erwarten Insider viele Bilanz-Gewitter. RWE und E.ON sehen aufgrund der niedrigen Strompreise und der Kosten für den Atomausstieg schon seit Monaten Rot und auch Thyssenkrupp, K+S und die Holländer SMB Offshore haben vermutlich wenig zu Feiern.
Ob unser Lieblings-Index soviel Gegenwind verkraften wird? Ich sage nur: Dran bleiben und mitfiebern! Oder wie es bei “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” so schön heißt: Alles wird gut. Happy Trading!

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Die Bringer der Woche: Seifenoper

Zalando: Umsatzlust versus Gewinnfrust

article-2356781-1AAD0291000005DC-633_634x634Wer beim Namen Zalando nur an Schuh-Shopping denkt, hat wahrscheinlich ein paar Jahre E-Commerce-Diät hinter sich. Der Berliner Versandhändler startete zwar 2008 als Online-Schuhverkäufer, beglückt seine stets wachsende Fangemeinde mittlerweile aber auch mit Mode, Eigenmarken, Apps und Outlets. Innerhalb von acht Jahren mauserte sich das Unternehmen von einem Nobody zum größten Online-Modehändler in Europa mit einem Jahresumsatz von knapp drei Milliarden Euro. Wenn das Wachstum weiter anhält, wird aus Zalando in sechs Jahren ein Zehn-Milliarden-Euro-Konzern.

Um immer mehr Fashion-Addicts an sich zu binden, konzentriert sich Zalando darauf, ein einzigartiges Shoppingerlebnis zu schaffen. Eine Art virtuelle Einkaufsmeile, in der Kunden verführt, in Shops gelockt und beraten werden. Zalando versteht sich mittlerweile als Plattform, die Modemarken virtuelle “Stores” zur Verfügung stellt, die diese dann nach eigenem Geschmack designen können. Die Anzahl der Markenshops, die für Zalando die Kasse klingeln lassen sollen, ist in einem Jahr von 100 auf 1500 gestiegen und von Adidas bis Zimtstern ist so ziemlich das gesamte Who-is-Who der Modebranche vertreten.

Wieviel diese Fashion-Partnerschaften zu Zalando’s Umsatz beisteuern bleibt zwar geheim, aber es gilt als sicher, dass die Berliner in den ersten 3 Monaten diesen Jahres trotz schlappem Oster-Geschäft und kaltem Frühling ein Umsatzplus von 22,5 bis 24,5 Prozent (788 bis 801 Millionen Euro) verbuchen konnte. Genaue Zahlen erfahren wir morgen Früh vor Börsenstart, wenn die Versandhändler ihre Bilanz vorlegen. Einen kleinen Preview gabs schon vor knapp vier Wochen, als Zalando seine vorläufigen Zahlen präsentierte und die Aktie dank sinkender Gewinne an einem Tag rund 5 Prozent an Wert verlor.

Umsatzwachstum ist ne feine Sache, aber die ganzen Investitionen in neue Apps, Marketing und Logistik kosten Zalando dieses Jahr voraussichtlich rund 200 Millionen Euro und lassen den Gewinn unterm Strich schrumpfen. Den umsatzgeilen Vorstand juckt’s wenig. Hauptsache Wachstum, lautet die Devise. Ob Aktionäre für diese Vision morgen den Geldbeutel zücken? Happy Shopping!

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Zalando: Umsatzlust versus Gewinnfrust

Die Bringer der Woche: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

german-human-soccer-ball-craziest-fans-at-2014-fifa-world-cupLetzte Woche jagte ein Pflicht-Termin den nächsten. Wir braven Töchter und Söhne feierten unsere Erzeuger, die Champions League sorgte für manisch-depressive Stimmung, unser FC Bayern holte sich den Titel und die Bilanzsaison deutscher DAX-Allstars wie BMW, Siemens oder Adidas hielt die Kurse in Atem. Bei den deutschen Unternehmen läufts finanziell momentan eigentlich ziemlich rund. Was unserem Leitindex Kurs-Kummer bereitet, sind der schwankende Ölpreis, Konjunktursorgen und mögliche Zinserhöhungen der US-Notenbank. Ein oder mehrere dieser potentiellen Partycrasher könnten uns bald die Kurse verhageln, so munkelt man. Deshalb verchecken übervorsichtige Trader schon jetzt vorsorglich ihre Aktien-Schätze. Ganz nach dem Motto: lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Unser DAX verabschiedete sich letzte Woche weit unter der magischen 10000 Punkte-Grenze aus dem Handel und so manch ein Börsianer ängstigt sich, ob uns die Bären auch in den kommenden Tagen das Fürchten lehren. Dabei könnte alles so schön sein! Die Quartalszahlen-Saison gibt diese Woche nochmal Vollgas, das baldige Champions League-Finale und der EM-Auftakt sorgen für verfrühte Vorfreude und einen Run auf Schwarz-Rot-Goldene Hasenohren, Schals, Autofahnen und Hawaiiketten und Temperaturen auf T-Shirt Niveau beamen uns nach Feierabend an den nächstgelegenen (Stadt-)Strand.

Also wagen wir doch mal einen Blick in die Glaskugel und schauen uns die potentiellen Top- und Flop Unternehmen dieser Woche an, die mit ihren Bilanzen unser Stimmungs- und Kursbarometer maßgeblich beeinflussen könnten.

Flop-Potential:

* K+S: Der Salz- und Düngemittelproduzent ackert auf mehreren Baustellen. Neben rückläufigen Umsätzen aus dem Kali-Business steht dem Konzern kostspieliger Ärger wegen der illegalen Entsorgung von Salz-Abwässern ins Haus.

* ThyssenKrupp: Noch mehr Kumpels. Diesmal allerdings aus dem Stahlbau. ThyssenKrupp leidet unter den niedrigen Preisen auf dem Rohstoffmarkt und der Konkurrenz durch chinesische Billigstahl-Importe.

* RWE: Der Neandertaler unter den Energieversorgern leidet unter den Kosten für den Atomausstieg und der Konkurrenz durch Ökostrom-Anbietern. Ob Gesund sparen da noch hilft?

Top-Potential:

* Deutsche Post: Das gelbe Horn surft voll auf der Online-Shoppingwelle mit und könnte vom E-Commerce Wahn der Deutschen profitieren.

* Zalando: Der Berliner Mode-Versandhändler ist wahrscheinlich der Best Buddy und Goldesel der Post. Zalandos Wachstum ist ungebrochen- fraglich ist nur, ob sich die Investitionen für immer neue Gadgets auch im Rahmen halten.

* TUI: Unser zweitgrößtes Hobby neben Shopping ist Reisen. Trotz Terror und Reisewarnungen verbuchte der Reiseveranstalter nach Erwartung ein sonniges Umsatz-Plus.

So ihr BUXers, ich entlasse euch jetzt in eine sonnige und hoffentlich erfolgreiche Börsenwoche und werfe mich in meinen brandneuen Deutschland-Fan-Bikini. Sunny side up und Happy Trading!

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Die Bringer der Woche: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Zalando: Da lacht der Einkaufswagen!

Beyonce-Being-Pushed-in-a-Shopping-Cart--90326Hand aufs Herz: Wer von euch hat am Wochenende seinen Online-Einkaufswagen mit mehr oder weniger nützlichem gefüllt? Ich bekenne mich zu: einem Toilettenpapierhalter bei Amazon, einer Flugbuchung bei Transavia und- in der Hoffnung auf minimal 25 Grad- drei T-Shirts bei Zalando. Mein zweitliebster Onlineshop nach Amazon präsentiert Morgen vor Börsenstart sein Trading Update fürs erste Quartal und wir verwöhnen euch schon heute mit einem exklusiven Preview.

Das Berliner Tochterunternehmen von Rocket Internet hat seine Mutter in den letzten Jahren ordentlich abgehängt. Während Rocket rote Zahlen schreibt, hat Zalando die Startup-Pubertät schon längst hinter sich gelassen. Mal abgesehen, von ein paar Tischkickern im Office, vielleicht.

Der ehemalige Online-Schuhverkäufer mauserte sich in den letzten 4 Jahren zu einem sogenannten Multi-Plattform Anbieter, der Mensch und Mode verbindet. Eine Art eierlegende Wollmilchsau, die sich nicht nur auf den Verkauf von Modeartikeln konzentriert, sondern seiner Kundschaft ein “Erlebnis” bieten will. Um alle Sinne der willigen Onlineshopper zu kitzeln und ihnen letzten Endes mehr Euros aus der Kreditkarte zu ziehen, zauberten die Berliner so einiges aus dem Hut. Die Online-Stilberatung “Zalon”, eine Inspirations-App Namens “Fleek” und super-kulante Rückgaberegelungen inklusive Abholdienst, sind nur ein paar Beispiele aus der Zalando-Wunderwelt.

Die Strategie scheint aufzugehen. 2015 übertraf das Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung von 33 Prozent auf 2,96 Milliarden sogar seine eigenen Erwartungen. 22 Prozent mehr Kunden bestellten 33,5 Prozent mehr Modewaren und füllten ihren Einkaufswagen mit Artikeln im Wert von durchschnittlich 67,8 Euro. Puh, da lag ich ja mit meinen Wochenend-Bestellungen noch absolut im grünen Bereich!

Um die hohen Erwartungen der verwöhnten Kundschaft und einiger Analysten auch weiterhin zu erfüllen, hat es sich Zalando zum Ziel gesetzt, E-Commerce-Riesen wie beispielsweise Amazon das Fürchten zu lernen. Deshalb investieren die Deutschen in ein Marktplatz-Modell, bei dem Modefirmen ihren eigenen, virtuellen, Laden auf Zalando eröffnen können. Zalando verdient dann an der Provision, oder auch am Warenversand, der zentral abgewickelt wird.

Alles schön und gut, aber Innovationen bedeuten auch immer Investitionen. Experten rechnen damit, dass Zalando 2016 rund 200 Millionen Euro in neue Features und Logistikzentren pumpen wird und deshalb unterm Strich etwas langsamer wächst als in den letzten Jahren.

Ich werde mir jetzt mal die brandneue Beyonce-Sportkollekion auf Zalando ansehen. Nur schauen, nix kaufen!!

Was meint ihr? Kann das Berliner Online-Warenhaus neben seinem weiblichen Fanclub morgen auch die kritischen Analysten begeistern?

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Zalando: Da lacht der Einkaufswagen!

Monday Kickstarter: Die Bringer der Woche

jpgLadies und Dudes, ich präsentiere euch: den Monday Kickstarter, euren ultimativen Survival-Guide für die kommende Börsen-Woche! Alles was MoDiMiDoFr wichtig wird- serviert in kleinen, leichtverdaulichen Häppchen, die ihr problemlos an der Bushaltestelle, mit einem ToGo Heißgetränk, mit dem Kopf in den Kissen, dem Po aufm Klo, oder heimlich unterm Schreibtisch genießen dürft.

Wir starten mit einem Stimmungsbarometer aus Frankfurt. Noch, denn nach der Fusion der Frankfurter und Londoner Börse letzte Woche zieht der neue Mega-Handelsplatz wahrscheinlich bald in die englische Metropole. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb die deutschen Händler Depri schieben. Seit Jahresbeginn mussten sie enorme Kursverluste wegstecken. Der DAX, unsere Deutschland 30, verlor seit Januar ganze 11,3 Prozent und konnte erst in den letzten zwei Wochen wieder ein paar Pünktchen gutmachen.

Die unsichere, wirtschaftliche Lage in China und den USA und ein Ölpreis, bei dem sich die ganze Pumperei gar nicht mehr rentiert, schlugen der Börsenwelt aufs Gemüt. Wir BUXers waren da natürlich fein raus: in unserer Lieblingsapp könnt ihr nämlich mit “Pfeil runter” ganz einfach auf den Verlust einer Aktie setzen und so auch bei fallenden Kursen gut Kasse machen.

Doch jetzt langsam sind auch die Börsianer das Trauerspiel satt. Alles, was dem DAX für ein neues Wochen-High fehlt, ist ein bisschen Dope. Zum Beispiel in Form von Konjunkturdaten, die angeben, ob eine Volkswirtschaft wächst oder schrumpft. Von Montag bis Freitag knallen uns Zahlen aus Asien, den USA und Europa um die Ohren und dazwischen gibt es auch noch ein paar Top-Unternehmen, die ihre Jahreszahlen 2015 präsentieren.

Hier steht, was geht. Tag für Tag:

Montag:
* VW: gestern brachte die BamS ein neues Dokument zum Vorschein, dass den Autobauer viele Milliarden kosten könnte und Winterkorn ordentlich ins Schwitzen bringt. Offenbar wusste der Ex-VW Chef schon gut 2 Wochen vor Bekanntwerden des Abgasskandals, dass die Kacke am Dampfen ist. Er hätte die Öffentlichkeit – und damit alle Aktionäre- schon damals warnen müssen. Uuups.

Dienstag:
* Glencore (Jahreszahlen): Schweizer Bergbauunternehmen denkt darüber nach, vom verlustreichen Rohstoffhandel auf Toblerone umzusatteln (neee, nicht wirklich).

* Zalando (Jahreszahlen): Die Aktie des deutschen Fashiondealers und Frauenlieblings befindet sich seit Januar im freien Fall. Und jetzt droht auch noch Konkurrenz vom E-Commerce Riesen Amazon, der eigene Modemarken auf den Markt bringt. Yihaa, als Amazon-Fan gehe ich mit Zalando auf short, shorter, shortest!

* Barclays (Jahreszahlen): Englands drittgrößte Bank beurteilt Unternehmen- und steht heute selbst im Rampenlicht.

Mittwoch:
* Die Wundertüte der Woche: keine BUX-Highlights. Und ich habe ein Lunch-Blind-Date. Auch spannend.

Donnerstag:
* Adidas (Jahreszahlen): mein persönliches Trade-Highlight. Kann der Hersteller der berühmten Kanye West-Schlappen und einziger DAX-Gewinner des Jahres seinen Sprint fortsetzen?

* Autoträume werden wahr: in Genf. Dort startet der Internationale Automobilsalon.

Freitag:
* US-Arbeitsmarktdaten: wie stehts um den amerikanischen Job-Markt? Wenn die Amis kräftig ackern, brummt auch deren Wirtschaft. Sorgen die Zahlen für ein Lastminute Kursfeuerwerk zum Wochenende?

Der Countdown tickt: ab 09:02 Uhr sitzt ihr wieder am Drücker von eurem “Wischkästla” (Fränkisch für: Smartphone). Happy Trading!

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Monday Kickstarter: Die Bringer der Woche